Zusätzlich Geld für energetische Sanierer

Vor jeder Sanierung steht die detaillierte Energieberatung. Pressefoto: UAG
Vor jeder Sanierung steht die detaillierte Energieberatung. Pressefoto: UAG
SWP 30.03.2013
Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg fördert die energetische Sanierung von Wohnhäusern seit Dezember 2012 noch stärker.

Hausbesitzer im Südwesten erhalten vom Umweltministerium bessere Konditionen bei der Nutzung eines KfW-Sanierungskredits. Das Land will die Sanierungsquote steigern, um den Kohlendioxidausstoß und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Dazu wurden zusätzliche Mittel bereitgestellt. Die landeseigene L-Bank stockt den Tilgungszuschuss des Bundes um 2,5 Prozentpunkte auf. Für besonders effiziente Gebäude erhalten Sanierer bis zu 15 Prozent Zuschuss. "Die Förderung verbessert sich um maximal 1875 Euro", sagt Petra Hegen vom Landesprogramm Zukunft Altbau.

Von einer weiteren Änderung profitieren Baden-Württemberger bereits seit April 2012: Die Zinsen für den KfW-Kredit sinken bei der Staatsbank Baden-Württemberg um 0,25 Prozent auf 0,75 Prozent.

Die Bewilligung der Landesförderung ist möglich für Wohngebäude mit bis zu drei Wohneinheiten, die die Besitzer teilweise selbst nutzen und deren Bauantrag bis Ende 1994 gestellt wurde. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahmen eingereicht werden. Das bundesweite Förderprogramm der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) bietet günstige Kredite bis 75 000 Euro je Wohneinheit, wenn Altbauten auf ein besonders energiesparendes Niveau saniert werden. "Den Höchstbetrag erhalten Haussanierer, wenn sie das energiesparende KfW-Effizienzhausniveau 55 erreichen", sagt Dieter Bindel vom Gebäudeenergieberaterverband GIH. "Ein solches Haus benötigt nur noch 55 Prozent der Energie eines baugleichen Neubaus." Aber auch Einzelmaßnahmen kommen in den Genuss der Förderung - bis 50 000 Euro Kredit sind möglich.