Zur Kasse, bitte! Die besten Zahlungsmethoden im Netz

Kourtney Kardashians Freund Scott Disick shoppt in New York mit Kreditkarte und der Verkäufer speist die Daten fleißig ins System ein
Kourtney Kardashians Freund Scott Disick shoppt in New York mit Kreditkarte und der Verkäufer speist die Daten fleißig ins System ein © Foto: ddp images
(mpr/spot) 27.01.2015

Trotz NSA-Skandal, Sony-Leaks und Cyber-Crime lassen sich Konsumenten in den meisten Fällen nicht davon abschrecken, online zu bezahlen - im Gegenteil: Internetgeschäfte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das ist erstaunlich, geht es doch ums liebe Geld und eine Rechtslage, die alles andere als eindeutig ist. Tatsächlich gibt es relativ wenige Berichte von Betrugsfällen oder Sicherheitslücken; trotzdem mahnen Experten nach wie vor zur Wachsamkeit beim Online-Shopping. In der folgenden Liste finden sich die Vor- und Nachteile der gängigen Zahlungsmethoden im Internet:

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Zahlen per Kreditkarte

Die wahrscheinlich einfachste Methode des E-Commerce ist die Bezahlung per Kreditkarte: Name und Kartennummer genügen, und schon ist die Ware bestellt, was vor allem bei ausländischen Webshops von Vorteil ist. In manchen Fällen kann die Karte dann auch gleichzeitig als Identifikationsnachweis dienen, zum Beispiel im Zug oder bei der Autovermietung. Allerdings ist es zeitaufwendig und bedarf einer gewissen Disziplin, danach regelmäßig alle Abbuchungen vom eigenen Konto zu überprüfen. Denn ungerechtfertigte Zahlungen können jederzeit bei der Bank, von der die Kreditkarte stammt, reklamiert werden.

Das gute, alte Lastschriftverfahren

Ein echt deutsches Wort, das schon wegen seiner Länge nicht so recht in die schlagwortartige Welt des Online-Shoppings passen will: das Lastschriftverfahren. Aber von seinem verstaubten Bruder, dem Überweisungsträger, hat es sich schon lange verabschiedet. Deshalb reicht es jetzt IBAN und Name einzugeben, um bequem vom Sofa aus zu bezahlen. Doch auch hier gilt: Unbedingt die Kontobewegungen im Auge behalten. Sollte eine unrechtmäßige Abbuchung stattgefunden haben, hat man bis zu 13 Monate Zeit, um bei seiner Bank Widerspruch einzulegen.

Kleingedrucktes lesen: Paypal, Yapital & Co.

Eine gute Idee, die es schon im 20. Jahrhundert gab: Statt die Kontodaten und damit den Zugriff auf das eigene Vermögen munter auf bunt-blinkenden Seiten einzutippen, legt man auf ein zwischengeschaltetes, kostenloses Konto etwas Geld und bezahlt damit in Online-Shops. Paypal und Yapital funktionieren so, aber natürlich nur solange genug auf dem dortigen Account ist - oder im Hintergrund doch eine Verbindung zum ursprünglichen Bankkonto besteht. Wenn nicht, dauert die Überweisung dorthin wieder die üblichen 2-3 Werktage. Bei sofortueberweisung.de greift man direkt auf das eigene Konto zu, aber muss sich vorher mit seinen Login-Daten der Bank anmelden. Doch wie immer liegt der Teufel im Detail: Ein Konto bei jemandem, der eigentlich gar keine Bank ist? Also: Kleingedrucktes lesen!

Vorkasse, Rechnung, Nachnahme: Die alte Schule des Bezahlens

Finger weg von Vorkasse! Oder seit wann kauft man denn die Katze im Sack? Wenn es nicht anders geht, muss es aber zumindest ein vertrauensvoller, bekannter Anbieter sein. Bei der Zahlung per Rechnung liegt die Sache umgekehrt, denn da kann man nichts falsch machen: Mit der Ware wird die Rechnung geliefert und muss innerhalb der üblichen Zahlungsfrist bezahlt werden. Wenn die Ware nicht gefällt wird sie zurückgeschickt und nichts bezahlt. So muss das sein. Außer natürlich man gehört tatsächlich noch zu den Menschen, die nur Bares als Wahres unter dem Kopfkissen horten und damit per Nachnahme den Postboten an der Tür bezahlen. Meistens verlangen die Online-Verkäufer für diese Methode aber hohe Gebühren, weil es für sie sehr unsicher ist.

Große Apparate zahle man per Monatsrate

Die Ratenzahlung funktioniert im Online-Shop wie im echten Laden: Große Kaufsummen werden per Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer in kleinere aufgeteilt und pro Monat abbezahlt, meist zuzüglich der anfallenden Zinsen. Zur Schuldentilgung kann dann wieder eine der oben aufgeführten Methoden verwendet werden. Aber auch hier gilt: Trotz der vielen Ziffern zählt am Ende nur das Wort, deshalb muss das Kleingedruckte im Raten-Vertrag richtig gelesen werden, auch wenn man dazu keine Lust hast.

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