Rostock Zum Abschluss Sieg und Platz neun

Torjäger: Der Bietigheimer Christian Schäfer steuerte acht Tore zum 30:27-Sieg der SG BBM in Rostock bei. Damit erhöhte er sein Trefferkonto auf 281 und ist damit bester Schütze in der Zweiten Bundesliga.
Torjäger: Der Bietigheimer Christian Schäfer steuerte acht Tore zum 30:27-Sieg der SG BBM in Rostock bei. Damit erhöhte er sein Trefferkonto auf 281 und ist damit bester Schütze in der Zweiten Bundesliga. © Foto: Marco Wolf
Rostock / CLAUS PFITZER 06.06.2016
Die SG BBM Bietigheim beendete die Saison in der Zweiten Handball-Bundesliga mit einem 30:27-Sieg beim HC Empor Rostock und auf Rang neun.

Für die gute Stimmung auf der langen Heimreise von Rostock sorgten die Bietigheimer Handballer zuvor mit einer starken Leistung und dem 30:27-Sieg beim gastgebenden HC Empor selbst. Neben dem Sieg strich Trainer Hartmut Mayerhoffer auch das erstmals positive Punktverhältnis vernunden mit dem neunten Rang in der Abschlusstabelle sowie Platz eins von Linksaußen Christian Schäfer in der Torschützenliste heraus.

"Wr haben noch alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten. Das ist ein super Abschluss. Vor der Mannschat muss man den Hut ziehen. Sie hat auch im 40. Spiel alles gegeben und wollte nochmal unbedingt gewinnen. Ganz stark, wie sie nach unserer schlechten Anfangsphase während der Saison noch die Kurve gekriegt hat", so Coach Mayerhoffer.

Schäfer erhöte sein Konto mit acht erfolgreichen Würfen in Rostock auf 281 Tore und ist damit bester Werfer der Zweiten Liga. Er brachte es auf einen Schnitt von sieben Treffern pro Partie. Zweiter wurde Oddur Gretarsson vom TV Emsdetten mit 267 Toren.

Gerdas Barbaskas (Rückenprobleme) und Robin Haller (erkältet) standen in Rostock für den Rückraum nur eingeschränkt zur Verfügung. Da sich früh abzeichnete, dass Christian Schäfer sich er erste Platz in der Torjägerliste nicht mehr zu nehmen sein würde, durfte in der zweiten Halbzeit Jan Döll auf Rechtsaußen ran und rechtfertigte das Vertrauen mit vier Toren.

In den zweiten 30 Minuten bestritt Torhüter Stanislaw Gorobtschuk sein Abschoedsspiel im Trikot der SG BBM und war mit elf Paraden maßgeblich am Sieg beteiligt. "Der ,Stani' hat ein super Spiel geliefert", berichtete sein bisheriger Trainer Mayerhoffer. Ihre letzten Zweitliga-Minuten für die SG BBM absolvierten auch Timo Salzer, der seine Karriere auf Bundesliganiveau beendete und Spielertrainer der zweiten SG-Mannschaft wird, sowie Nils Boschen. Der Kreisläufer erzielte einen Treffer.

Die Bietigheimer lagen in Rostock vor den 1250 Zuschauern gegen eine Heimmannschaft, aus der sich über ein halbes Ditzend Spieler verabschiedet haben, früh in Führung, versäumten es aber trotz mehrere klarer Chancen den Vorsprung auszubauen. Der HC Empor glich beim 6:6 aus und ging beim 11:10 sogar in Führung. Vor allem der griechische Nationalspieler Vyron Papadopoulos war von der SG schwer zu kontrollieren. Nach 30 Minuten stand die Partie 15:15.

"In der zweiten Halbzet hat das die Mannschaft dann aber richtig gut gemacht", lobte Bietigheims Coach den Auftritt seines Teams, das nach dem 21:21-Zwischenstand meist vorne lag, beim 27:24 und beim 29:26 mit jeweils drei Treffern. Aber die Gastgeber blieben dran und kamen noch zweimal auf zwei Treffer heran. Mit dem 30:27 durch Döll vor einer torlosen Restspielzeit von zwei Minuten war der Sieg der Gäste perfekt. "Die Saison war schon sehr lange. Jetzt haben die Spieler sechs Wochen Pause, sie haben aber auch ein paar Hausaufgaben mitbekommen", so Trainer Mayerhoffer, der am 18. Juli mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnt.

So spielten sie

Rostock - Bietigheim 27:30 (15:15)

HC Empor Rostock: Kominek, Paul Porath; Becvar (4), Meuser (3), Dethloff (1), Heil, Gruszka (3), Flödl, Papadopoulos (7), Zboril, Lux, Zemlin (3), Trupp, Julius Porath.

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Gorobtschuk; Haller (2), Rentschler (3), Salzer (1), Dahlhaus (4), Schäfer (8/6), Barbaskas, Barthe (2), Scholz (5), Döll (4), Boschen (1), Emrich, Emanuel.

Siebenmeter: 7/6 - 2/1; Zwei-Minuten-Strafen: 2 - 4; Schiedsrichter: Jan Grell (Hamburg), Raphael Piper (Kiel); Zuschauer: 1250.

SWP

Tordifferenz entscheidet

Aufsteiger Der HSC 2000 Coburg ist der dritte Aufsteiger aus der Zweiten Liga in die Bundesliga nach dem Meister HC Erlangen und dem TSV GWD Minden. Trotz einer Niederlage bei den HF Springe, die sportlich den Klassenerhalt geschafft haben, sich aber freiwillig aus der Liga zurückziehen, blieben die Coburger Dritter. Punktgleich mit der TSG Friesenheim, aber um 22 Treffer besser. Knapper ging es im Abstiegskampf zu. Neben Springe, TSV Bayer Dormagen und dem SV Henstedt-Ulzburg muss auch der VfL Eintracht Hagen absteigen. Wegen lumpiger fünf Treffer weniger in der Tordifferenz gegenüber der HG Saarlouis. Fünf Tore entscheiden nach 40 Spielen den Abstieg.

SWP

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