Kommentar Rolf Obertreis zur KfW-Hilfe für junge Unternehmen Viel sinnvoller als Steuergeld

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Rolf Obertreis 10.10.2018

Die Lücke in der Finanzierung von jungen Unternehmen ist riesig. Banken sind die Risiken zu hoch, schließlich haben sie die Finanzkrise immer noch nicht ganz verkraftet, auch zehn Jahre nach dem Desaster.

Die Folgen sind durchaus bedenklich: Jungen innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern fehlt nicht selten das Geld, um ihre Ideen umzusetzen. Deutschland verspielt so Potenzial und Zukunftschancen. Insofern ist es höchste Zeit, dass die öffentliche Hand eingreift. Die KfW ist für Unterstützung der jungen, intelligenten und einfallsreichen Generation das beste Instrument. Doch auch sie hat bislang zu wenig für Start-ups lockergemacht. Und sie hat ihre Aktivitäten bislang nicht gebündelt.

Der jetzige Schritt ist überfällig. Der Bund hätte die KfW schon längst mit dieser Aufgabe betrauen sollen, sie ist hierfür hierzulande die beste Adresse. Dass die KfW Risikokapitalfonds und letztlich auch Jungunternehmen intensiv prüft, die von den Fonds unterstützt werden, wirkt wie ein Gütesiegel für andere Kapitalgeber.

Das ist viel sinnvoller, als Steuergeld einzusetzen. Schließlich kann sich die Staatsbank trotz allmählich steigender Zinsen immer noch sehr günstig refinanzieren. Junge Gründer besser zu fördern, ist dringend notwendig – auch wenn sich am Ende nicht alle Geschäftsideen durchsetzen werden.

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