Die Axito GmbH wird ein eigenständiges Unternehmen innerhalb der Uhlmann-Gruppe. Damit ist die mechanische Fertigung ab dem 1. April ausgelagert. Das berichtet der Laupheimer Hersteller von Verpackungsanlagen in einer Pressemitteilung. Uhlmann erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019/20 laut eigenen Angaben einen Umsatz von 434 Millionen Euro und beschäftige rund 2500 Mitarbeiter.
Da der Pharmamarkt kontinuierlich wachse, erwarte Uhlmann in den kommenden Jahren davon zu profitieren. „Wir gehen dabei von einem zukünftigen Anstieg der verkauften Pharma-Verpackungsmaschinen aus“, sagt Matthias Niemeyer, Vorsitzender der Geschäftsführung. Dadurch erhöhe sich auch der Bedarf an Maschinenteilen und -komponenten. Analoge Entwicklungen erwartet Niemeyer ebenso in anderen Märkten, die das Unternehmen bearbeitet: Das betreffe die Gesundheits-, Konsumgüter-, Lebensmittel- und Agrarbranche.
„Bauteile für diese Segmente produzieren wir schon heute in den verschiedenen Unternehmen der Uhlmann Group“, sagt der CEO. Die „zugehörigen Kompetenzen“ bündele Uhlmann künftig in einem eigenständigen Unternehmen und setze dort den „Fokus auf die Fertigung von Bauteilen, Komponenten und Formatteilen auf bestem Kosten- und Qualitätsniveau“.

Laupheim

Axito soll künftig auch für andere Firmen produzieren

Außerdem werde Axito in Laupheim mit dem 2019 eröffneten Werk in Wroclaw in Polen einen Fertigungsverbund für Teile und Komponenten bilden.
Für die rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mechanischen Fertigung, die von Uhlmann zu Axito wechseln, ändere sich dadurch wenig. Sie bekämen allerdings „positive Entwicklungsmöglichkeiten“, da die Firma eigenständig werde. Geplant ist, dass Axito sein Know-how in der Produktion auch Dritten anbietet und für Unternehmen außerhalb der Uhlman-Gruppe produziert.
„Axito wird künftig ein wichtiger Teil unserer Unternehmensgruppe sein, in den wir in den nächsten Jahren auch am Heimatstandort weiter investieren werden“, sagt Tobias Uhlmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Uhlmann-Gruppe. Das Unternehmen habe bereits das Grundstück und die Produktionshallen in der Laupheimer Max-Eyth-Straße gekauft, in dem sich die mechanische Fertigung befindet. Uhlmann hat die Produktionsstätte bisher angemietet und wird von September an Eigentümer. „Das ist ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Laupheim“, erklärt Uhlmann.