Kommentar Helmut Schneider zum US-Handelsstreit mit China Trumps frohe Botschaft

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Ulm / Helmut Schneider 03.11.2018

Die Welt ist schon kompliziert genug und voller Überraschungen, da sollte die wirtschaftspolitische Diplomatie sich wenigstens um ein Mindestmaß an Verlässlichkeit bemühen. Ob US-Präsident Donald Trump mit dieser Tradition bewusst bricht oder ob er gar nicht zur Berechenbarkeit in der Lage ist – die Geschichtsschreibung möge es ergründen.

Jetzt hat Trump jedenfalls den Globus mit einer frohen Botschaft beglückt – was hier ohne jede Ironie festgehalten und begrüßt werden soll: Eine Einigung im bereits eskalierten Handelsstreit der beiden Supermächte USA und China wäre eine weltwirtschaftliche Groß- und Wohltat zugleich.

Alles was in den vergangenen Monaten am weltwirtschaftlichen Horizont an dunklen Wolken aufgezogen ist, hatte nicht nur, aber immer auch, mit dem Handelskonflikt zu tun, den Trump zuvor losgetreten hatte.

Und jetzt soll das plötzlich in ein Abkommen münden, das er mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping beim G20-Gipfel Ende des Monats in Argentinien besiegeln möchte. Man kann es kaum glauben.

So lange die Unterschriften nicht auf dem Papier stehen, tut man auch gut daran. Die Unberechenbarkeit, die Trump zum Markenzeichen seiner Wirtschaftspolitik gemacht hat, könnte doch wieder zu einer neuen Wendung führen. Vorerst aber herrscht Erleichterung.

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