Kommentar Rolf Obertreis zum deutlichen Inflationsanstieg. Teilweise selbst Schuld

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Frankfurt / Rolf Obertreis 02.11.2018

Das Leben in Deutschland verteuert sich weiter. Mit 2,5 Prozent war die Inflationsrate im Oktober so hoch wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Real bleibt damit den Arbeitnehmern trotz deutlich gestiegener Löhne in diesem Jahr kaum mehr in der Tasche. Sparer müssen zusehen, wie ihr Vermögen, sofern es auf schlecht verzinsten Sparkonten liegt, zusammenschmilzt. Das ist bitter.

Die Verbraucher zahlen damit einen hohen Preis für politische Konflikte, sei es für die Vielzahl der politischen Auseinandersetzungen, die den Ölpreis nach oben geschoben haben – auf zeitweise mehr als 80 Dollar pro Fass. Vor allem kommt sie aber der extrem sonnige Sommer nun teuer zu stehen. Die niedrigen Pegelständen der Flüsse trocknen den Nachschub für Heizöl und Sprit aus und lassen die Preise klettern.

Auch die Preise für Nahrungsmittel zeigen weiter nach oben. Und schließlich treiben auch die Rekordbeschäftigung und der starke Konsum die Preise. Freilich: Volkswirte und die Europäische Zentralbank erwarten, dass die Inflationsrate für das gesamte Jahr wieder unter die Marke von 2 Prozent abrutscht. Zumal sie zuletzt auch durch einen starken, vermutlich einmaligen Anstieg der Preise für Pauschalreisen befeuert wurde. So gesehen sind die Bundesbürger mitverantwortlich für die höchste Inflationsrate seit mehr als zehn Jahren.

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