Immobilien Steuerhilfe für mehr Wohnungsbau

Berlin / Dieter Keller 31.08.2018

Angesichts der Wohnungsnot will die Bundesregierung den Bau von Mietwohnungen attraktiver machen. Private Investoren sollen vier Jahre lang jeweils 5 Prozent Sonderabschreibung zusätzlich zur normalen Abschreibung von 2 Prozent bei der Steuer geltend machen können. Das sieht ein Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums vor, das eine Vereinbarung des Koalitionsvertrags umsetzt. Er muss noch mit den anderen Ministerien abgestimmt werden.

Voraussetzung ist, dass der Bauantrag zwischen dem 31. August 2018 und dem 1. Januar 2022 gestellt wurde. Allerdings soll die Förderung auf das untere und mittlere Mietpreissegment beschränkt werden. Daher gilt sie nur für Wohnungen, die maximal 3000 € pro Quadratmeter kosten. Zudem können nur höchstens 2000 € pro Quadratmeter berücksichtigt werden. Die Wohnung muss mindestens zehn Jahre lang vermietet werden, sonst wird die Abschreibung rückgängig gemacht. Das Ministerium rechnet mit etwa 230 000 geförderten Wohnungen und 2022 mit Steuerausfällen von 310 Mio.  €.

Die Sonderabschreibung könne den Wohnungsmarkt deutlich besser entspannen als die Mietpreisbremse, erwartet der Eigentümerverband Haus & Grund. Sie sei ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings etwas zu zögerlich: Die Obergrenze könne sich gerade in angespannten Wohnungsmärkten als zu gering erweisen. 

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