Die Geschäftsführung der Allgaier-Group in Uhingen hat Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall über einen umfangreichen Stellenabbau am Standort Uhingen begonnen. Dem Plan sollen zahlreiche Jobs zum Opfer fallen. Das ist am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung bekannt geworden.

Strukturwandel und Handelskrieg als Begründung

“Der derzeitige Strukturwandel in der Automobilbranche sowie der globale Konjunktureinbruch erfordern in der Allgaier-Group eine Restrukturierung in mehreren Bereichen am Standort“, heißt es in einer Mitteilung an ausgewählte Medienvertreter. Besonders betroffen ist offenbar der Bereich Werkzeugbau. Restrukturierungen werden aber auch in anderen Bereichen und in der Verwaltung angepeilt. Ziel sei es, dies alles sozialverträglich umzusetzen.

Durch die abflauende Konjunktur und die erschwerten Handelsbeziehungen sowie den tiefgreifenden Strukturwandel in der deutschen Automobilbranche sieht sich das Unternehmen nach eigenen Angaben stark beeinträchtigt.

Allgaier Automotive stark betroffen

Besonders betroffen ist die Allgaier Automotive GmbH. Der Betriebsrat wurde am 14. Oktober offiziell informiert. Anschließend haben Verhandlungen über den konkreten Umfang des Stellenabbaus sowie einen Sozialplan und einen Interessenausgleich begonnen. Die Belegschaft erhielt die Nachricht am Mittwoch in einer Mitarbeiterversammlung am Standort Uhingen. Im Bereich Automotive ist der Werkzeugbau in Uhingen am stärksten betroffen. Der Auftragseingang sei seit geraumer Zeit massiv rückläufig, da die Hersteller im Rahmen des Strukturwandels zur Optimierung der eigenen Auslastung Aufträge mit eigenen Ressourcen verstärkt fertigen, so die Information von Allgaier. Umfang und Konditionen des Personalabbaus will die Unternehmensleitung zügig mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft vereinbaren.

Werk in Laichingen soll nicht betroffen sein

Das neue Werk in Laichingen soll Informationen der Schwäbischen Zeitung zufolge nicht betroffen sein. In Laichingen soll dem Bericht nach voraussichtlich im November mit der Produktion von Vorserienteilen begonnen werden. Derzeit beschäftigt der Autozulieferer weltweit 1921 Menschen, am Hauptsitz in Uhingen sind es 1175 Arbeitnehmer.

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