Viele Modelle zu haben, hat für einen Autobauer oft auch viele Nachteile. Es gibt aber auch Vorteile. So überlappen sich im Idealfall die Lebenszyklen und es entsteht ein durchgehend hoher Absatz. Bei Mercedes-Benz Cars gab es noch andere ausgleichende Faktoren. Zu den Modellwechsel in der Kompaktklasse und die Modellpflege der volumenstarken C-Klasse kamen positive Effekte aus der Bewertung der Aston Martin-Anteile. Insgesamt ging der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in der Sparte jedoch aus vielen Gründen (siehe nebenstehenden Artikel) zurück, im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 7,216 Mrd. €.

Eine sichere Bank waren im vergangenen Jahr die Trucks. Das Ebit stieg deutlich um 16 Prozent auf 2,75 Mrd. € – unter anderem wegen Effizienzverbesserungen. In Nord- und Lateinamerika und Asien brummte das Geschäft mit den Lastern. In Argentinien, der Türkei und dem Nahen und Mittleren Osten war die Entwicklung dagegen rückläufig.

Gestern wurde bekannt, dass Daimler und Tesla über mögliche gemeinsame Projekte bei Elektro-Lieferfahrzeugen sprechen. Musk hatte den Sprinter als tollen Van gelobt und eine elektrische Version angeregt.

Bei den Vans dagegen zeigte der Daumen nach unten. Zwar hatte der Absatzanstieg vor allen in Kanada, den USA und Mexiko, China und Westeuropa einen positiven Einfluss auf das Ergebnis. Gegenläufig waren jedoch Vorleistungen für neue Technolgien und Produkte. Zudem kostete der Modellwechsel beim Sprinter, Auslieferungsverzögerungen und Maßnahmen für Diesel-Transporter viel Geld. Das Ebit ging von 1,147 Mrd. € auf 312 Mio. € zurück.

Bei Buses zeigte zwar die Absatzkurve nach oben. Die sich langsam erholende brasilianische Wirtschaft und die gute Nachfrage in Indien und in der EU trugen dazu bei. Für Spartenchef Till Oberwörder war 2018 „ein erfolgreiches Jahr: Unseren weltweiten Absatz haben wir deutlich gesteigert.“ Das Ebit allerdings ging von 281 auf 265 Mio. € zurück.