Die EU schreibt bis zum Jahr 2025 eine Verringerung des CO2-Aus­stoßes und damit des Kraftstoffverbrauchs der Zugmaschine im Flottenmittel um 15 Prozent vor bezogen auf das Basisjahr 2019. 2030 lautet die Zielvorgabe für Nutzfahrzeugflotten minus 30 Prozent. Der „Green Deal“ sieht vor, dass die EU-Mitgliedstaaten bis 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freisetzen. Das Ziel ist ambitioniert, so dass sich die Fahrzeugentwicklung maßgeblich auf dessen Erreichung konzentriert.
Dabei ist es wichtig, nicht nur die Zugmaschine zu optimieren. Auch Trailer sind in der Lage, einen Teil zur CO2-Reduktion beizutragen. Kögel will seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und drückt dies im Unternehmens-Claim „Economy meets Ecology – Because we care“ aus. Dazu setzt der traditionsreiche Fahrzeugbauer aus Burtenbach auf Leichtbau und Optimierung des Ladevolumens.
Kögel bietet für alle Standardanwendungen die passende Transportlösung: beispielsweise nutzlastoptimierte Leichtbau-Trailer für schwerste Güter oder volumenoptimierte Megatrailer für vergleichsweise leichte, aber große Waren. Mit der soeben eingeführten Modellgeneration „Novum“ hat Kögel bei allen Fahrzeugen unter anderem die Nutzlast weiter erhöht. Hier setzt der „Kögel Lightplus“ die Bestmarke. Er bietet rund eine Tonne mehr Nutzlast als vergleichbare herkömmliche Fahrzeuge.
Schon seit 15 Jahren macht sich Kögel für ein volumenoptimiertes Transportkonzept stark: einen Auflieger mit einer rund 15 statt bislang 13,6 Meter langen Ladefläche, der vier Palettenstellplätze mehr bietet, und bei dem Nutzlast und Nutzvolumen in einem besonders günstigen Verhältnis stehen. Durch diesen Kniff senkt der sogenannte „Euro Trailer“ oder Lang-Lkw Typ 1 den CO2-Fußabdruck des Transports deutlich. Unabhängige Tests etwa durch die Bundesanstalt für Straßenwesen und die RWTH Aachen haben bewiesen, dass der Euro Trailer kompatibel zur bestehenden Infrastruktur ist. Auch eine Verlagerung von Verkehren zurück auf die Straße ist demnach nicht gegeben. Auf Basis des Euro Trailers hat die TU München einen Auflieger projektiert, wie er im Jahr 2030 zum Einsatz kommen könnte. Leichtbau wird die Nutzlast des Euro Trailers weiter vergrößern. Hinzu kommt eine Vollverkleidung, die den Luftwiderstand des Sattelzugs minimiert. Eine elektrifizierte Achse am Euro Trailer gewinnt Bewegungs- und Lageenergie des Sattelzugs beim Bremsen zurück, puffert sie in einer Batterie und stellt sie bei Bedarf Lkw-Antrieb oder Verbrauchern wie einer Kühlmaschine zur Verfügung. Solarzellen auf dem Fahrzeugdach produzieren zusätzliche Energie.
Um die Stärken des Verkehrsträgers Schiene insbesondere über Distanzen größer 300 Kilometer sowie im Alpen-querenden Verkehr zu nutzen, bietet Kögel speziell ausgerüstete Fahrzeuge für den Kombinierten Verkehr (KV) an. 75 Prozent aller Fahrzeuge im Angebot von Kögel sind KV-fähig. Passend zum Unternehmensleitsatz „Economy meets Ecology – Because we care“ engagiert sich der Burtenbacher Fahrzeugbauer, um die KV-Ausrüstung weiter zu optimieren und den Kombinierten Verkehr für Transportflotten noch attraktiver zu machen.