Börsenparkett Risiken schon eingepreist

Frankfurt / Von Rolf Obertreis 04.02.2019

Es könnten mehr als 50 Milliarden Euro sein. Auf Aktionäre deutscher Unternehmen wartet in den nächsten Wochen ein Geldsegen in Form von üppigen Dividenden. Es winkt sogar ein neuer Rekord. Wobei deutsche Sparer begrenzt profitieren, weil zum einen nur zehn Millionen Deutsche Aktien und Aktienfonds besitzen. Zum anderen, weil die Aktien der 30 größten deutschen Unternehmen zu 54 Prozent ausländischen Aktionären gehören. 

 Daneben freuen sich Anleger darüber, dass die Kurse im Januar um fast 6 Prozent zugelegt haben. Michael Bissinger von der DZ Bank sagt, der extreme Pessimismus löse sich. Die US-Notenbank Fed legt eine Zinspause ein. Einen „Börsenhammer“ nennt das Ulrich Kater, Chef-Volkswirt der DekaBank. Ähnlich sieht es Sören Wiedau von der Weberbank. Mittelfristig rechnet er mit einer positiven Entwicklung am Aktienmarkt.

 Mittlerweile überwiegt die Zahl derer, die dem Aktienmarkt in diesem Jahr einiges zutrauen. Der Dax habe mit dem Kurssturz im Dezember praktisch bereits eine Rezession eingepreist, sagt Klaus Kaldemorgen von der Deutsche BankTochter DWS.

 Die Risiken sind nicht vom Tisch. Brexit, der Handelsstreit USA/China, die nicht mehr so rund laufende Weltwirtschaft sind derzeit die größten. Andererseits glauben Auguren, dass all das schon weitgehend in den Kursen eingepreist ist. Weshalb es 2019 im Dax nach oben gehen dürfte.

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