Nummer ziehen, warten und noch mehr warten: So sieht bisher die Zulassung des Autos in der zuständigen Behörde aus. Es kostet Zeit und vor allem Nerven. Noch in diesem Jahr soll sich das mit der Erstzulassung per Internet ändern. Diese Verbesserung ist längst überfällig –  doch sie birgt auch Gefahren.

Es muss gewährleistet sein, dass die Daten sicher an die Behörden übermittelt werden. Die Datenklau-Affäre hat gezeigt, wie leicht Systeme gehackt werden können. Das Bundesinnen- und Verkehrsministerium versprechen diese Sicherheit und plädieren für das Vertrauen in die digitalen Neuerungen.

Vom digitalen Fortschritt werden allerdings nicht alle Bürger profitieren. Nur diejenigen, die einen online-fähigen Personalausweis und die notwendige Technik haben, können ihr Fahrzeug per Internet digital zulassen. Das schließt viele Halter aus. Unter anderem auch die, die wegen langsamen oder gar fehlenden Internets eh von der Digitalisierung abgeschnitten sind.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass auch online-ferne Autohalter nicht im Regen stehen gelassen werden. Auch ihre Wege sollten leichter werden. Indem die Behörden beispielsweise Verwaltungsschritte zusammenfassen, mehr Termine zu flexibleren Zeiten anbieten und die Warterei verkürzen. Nur so können alle von der Entwicklung profitieren.