ZAHLEN & FAKTEN

SWP 10.10.2012

Geld für Portugal

Das krisengeschüttelte Portugal erhält eine weitere Hilfszahlung in Höhe von 4,3 Mrd. EUR. Die Finanzminister der Eurozone gaben die Tranche aus dem Paket von 78 Mrd. EUR frei. Das Land bekommt zudem ein Jahr mehr Zeit für die Budgetsanierung. Bisher lief die Frist bis 2013, nun muss das Defizit bis 2014 auf die Maastrichter Marke von 3 Prozent der Wirtschaftsleistung gedrückt werden.

Osram wird zur Licht AG

Die Siemens-Tochter Osram AG (München) soll nach der Abspaltung im kommenden Frühjahr unter dem neuen Namen Osram Licht AG an die Börse. Die Namensänderung ist aus rechtlichen Gründen nötig. Bei einer Abspaltung könne die Osram AG nicht selbst zur börsennotierten Gesellschaft werden - sie werde deshalb zur Osram GmbH unter der neuen Obergesellschaft Osram Licht AG, erklärte ein Siemens- Sprecher.

Outokumpu bleibt hart

Bei der geplanten Übernahme der Thyssen-Krupp-Edelstahltochter Inoxum will der finnische Konzern Outokumpu an der geplanten Schließung der Werke in Krefeld und Bochum festhalten. Das finnische Unternehmen hatte angekündigt, bis zum Jahr 2016 rund 850 Stellen in Deutschland zu streichen.

Zypern auf Ramschniveau Die Ratingagentur Moody"s hat die Kreditwürdigkeit des Euro-Krisenlandes Zypern um gleich drei Noten gesenkt. Die Bonitätsnote werde von bisher "Ba3" auf "B3" gesenkt. Damit sind die Anleihen des Landes eine hochspekulative Anlage. Die Note liegt nun sechs Stufen unter dem sogenannten Ramschniveau.

Thalia macht Sorgen

Der Buchhändler Thalia bleibt Sorgenkind des Handelskonzerns Douglas. Deren Umsatz sank um 2,1 Prozent auf 915 Mio. EUR. Dank guter Geschäfte in den Juwelierläden und Parfümerien stieg der Umsatz um 1,7 Prozent auf 3,44 Mrd. EUR. Neben fehlenden Einnahmen aus dem Buchgeschäft bremsten im Geschäftsjahr 2011/2012 aber auch schwächelnde Auslandsmärkte das Hagener Unternehmen.

Vorwurf der Geldwäsche

Frühere Mitarbeiter einer Tochter des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS werfen ihrem ehemaligen Arbeitgeber Geldwäsche in den USA vor. Medienberichten zufolge geht es um Geldtransfers von mindestens 10 Mio. EUR. Diese sollen zwischen 2007 und 2009 über die USA auf die Cayman Islands transferiert worden sein. Bei dem Geld soll es sich um Schmiergeld handeln.