ZAHLEN & FAKTEN

SWP 29.08.2013

Fraport ist pessimistisch

Der Betreiber des Frankfurter Flughafens sieht für die kommenden zwei Jahre nur schwaches Wachstum. Nach wie vor nähmen Airlines Überkapazitäten aus dem Markt, um profitable Preise zu erzielen. Fraport werde aber die Ziele für 2013 erreichen.

Milliarden Euro Strafe

Die US-Bank JPMorgan Chase muss wegen mutmaßlichen Betrugs beim Verkauf hochriskanter Immobilienpapiere im Vorfeld der Immobilienkrise mehr als 6 Mrd. Dollar (4,5 Mrd. EUR) zahlen. Die Summe werde von der US-Aufsichtsbehörde FHFA eingefordert, berichtete die "Financial Times".

Ford sieht späte Erholung

Amerikas zweitgrößter Autokonzern Ford stellt sich auf dem europäischen Automarkt auf eine längere Durststrecke ein. Zwar gebe es Anzeichen für ein Ende der Talfahrt in der zweiten Jahreshälfte. Aber die Erholung des Marktes werde mindestens fünf oder sechs Jahre in Anspruch nehmen.

Schaeffler schraubt zurück

Nach einer Auftragsflaute im Industriegeschäft hat der Autozulieferer Schaeffler (Herzogenaurach) seine Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr 2013 etwas zurückgeschraubt. Der Wälzlager-Hersteller rechnet mit 2 statt 4 Prozent Umsatzwachstum.

Accors Umsatz sinkt

Der Umbau bei Europas größtem Hotelbetreiber Accor hat im ersten Halbjahr Spuren hinterlassen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 6,6 Prozent auf 198 Mio. EUR. Der Umsatz ging in den ersten sechs Monaten durch den Verkauf der Kette Motel 6 um 0,9 Prozent auf 2,7 Mrd. EUR zurück. Dafür schaffte es der französische Konzern unter dem Strich wieder aus den roten Zahlen zu kommen.

Ryanair muss verkaufen

Der irische Billigflieger Ryanair muss seine Beteiligung am irischen Konkurrenten Aer Lingus zum großen Teil verkaufen. Die britische Wettbewerbsbehörde entschied gestern, dass Ryanair seinen Anteil von 29,8 Prozent an Aer Lingus auf 5 Prozent reduzieren muss. Ryanair kündigte Berufung an.

Kandidat für Übernahme?

Die Commerzbank (Frankfurt) ist trotz ihrer Altlasten nach Einschätzung von Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) Kandidat für eine Übernahme durch ein anderes Institut. "Das Wichtigste ist, dass die Bank die Ertragswende schafft - ob mit oder ohne Partner. Über den Berg ist sie heute sicher noch nicht angesichts der Altlasten", sagte Rentsch dem "Handelsblatt".