ZAHLEN & FAKTEN

SWP 28.01.2014

Wüstenrot legt zu

Deutschlands zweitgrößte Bausparkasse Wüstenrot hat 2013 von neuen Tarifen als Reaktion auf anhaltend niedrige Zinsen profitiert. Das eingelöste Neugeschäft stieg um fast 5 Prozent auf den Bestwert von 12,8 Mrd. EUR, teilte die Tochter des Stuttgarter Finanzkonzerns Wüstenrot & Württembergische mit. Inklusive der Verträge mit noch ungedeckten Abschlusskosten (Brutto-Neugeschäft) lag die Summe insgesamt bei knapp 15,4 Mrd. EUR und damit leicht über dem Rekordniveau des Vorjahres.

Fresenius muss abspecken

Der Medizintechnikkonzern Fresenius (Bad Homburg) muss bei der geplanten milliardenschweren Übernahme von Rhön-Krankenhäusern zurückstecken. Das Kartellamt habe den Erwerb von drei der 43 zum Verkauf vorgesehenen Kliniken untersagt, teilten die Unternehmen mit. Außerdem übernehme Fresenius nur 13 statt der geplanten 15 medizinischen Versorgungszentren von Rhön. Um den Vorgaben des Kartellamts zu entsprechen, trenne sich die Fresenius-Krankenhaustochter Helios zudem von zwei Kliniken in Borna und Zwenkau in Sachsen. Die Kartellfreigabe werde nun innerhalb der Frist bis zum 23. Februar erwartet, hieß es.

Viel Geld für Obermann

Der weltweit größte Kabelkonzern Liberty Global (London) schluckt den niederländischen Anbieter Ziggo. Liberty Global zahle in bar und eigenen Aktien und übernehme die Schulden von Ziggo, teilten beide Unternehmen mit. Der Wert des Unternehmens betrage 10 Mrd. EUR. Ziggo-Chef René Obermann soll einem Bericht zufolge eine Millionen-Abfindung erhalten.

Japan mit Handelsdefizit

Das Handelsbilanzdefizit Japans ist 2013 auf Rekordwert gestiegen. Die Differenz zwischen Importen und Exporten stieg 2013 auf 82 Mrd. EUR, teilte das Finanzministerium in Tokio mit. Damit war das Handelsdefizit um 65 Prozent höher als 2012. Grund war - als Folge des Reaktorunglücks in Fukushima - vor allem die hohen Kosten für die Einfuhr von Energie.