ZAHLEN & FAKTEN

SWP 05.01.2012

Kodak droht Rauswurf

Dem angeschlagenen Fotopionier Kodak droht der Rauswurf von der New Yorker Börse. Grund ist, dass der Aktienkurs als Folge der finanziellen Probleme dauerhaft unter der Marke von einem Dollar festhängt. Der Börsenbetreiber NYSE duldet derartige "Penny Stocks" nur für begrenzte Zeit. Kodak kämpft seit Jahren mit dem Wandel von der analogen zur Digitalfotografie. Das 130 Jahre alte Unternehmen hat bereits gewarnt, dass binnen eines Jahres das Aus droht, wenn nicht ausreichend frisches Geld gefunden wird.

Daimler-Lkw aus Indien

Der Daimler-Konzern investiert bis 2015 rund 700 Mio. EUR in sein Werk im indischen Chennai. Die Kapazität der neuen Fabrik soll pro Jahr zunächst bei 36 000 Lkw der neuen Marke Bharat Benz liegen. Deren Gewichtsklassen reichen von 6 bis 49 Tonnen. Wie Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler bei der Vorstellung des ersten in Chennai produzierten Lkw sagte, will das Unternehmen vom Wachstum des drittgrößten Lastwagenmarkts der Welt profitieren.

Schäden wie nie zuvor

Eine Reihe schwerster Erdbeben und wetterbedingter Katastrophen haben 2011 nach Angaben des Rückversicherers Munich Re zum Jahr mit den höchsten Schäden aus Naturkatastrophen aller Zeiten gemacht. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden lägen weltweit mit 380 Mrd. US-Dollar (292 Mrd. EUR) fast um zwei Drittel höher als 2005, dem bisherigen Rekordjahr.

Vestas-Kurs sackt ab

Ein schwächerer Ausblick beim weltgrößten Windanlagenbauer Vestas hat den Aktienkurs des dänischen Unternehmens gestern auf Talfahrt geschickt. Zeitweise gaben die Papiere um 20 Prozent nach. Vestas machte für die erneute Senkung der Prognose Verzögerungen bei Projektabschlüssen in Europa verantwortlich.

Hilfe für Portugal wirkt

Die Kapitalmärkte haben die Sanierungsbemühungen von Schuldensünder Portugal honoriert. Das pleitebedrohte Euro-Land bekam nun frisches Geld zu den niedrigsten Zinsen seit dem Hilfsantrag im April 2011. Für kurzläufige Staatsanleihen muss das Land einen durchschnittlichen Zinssatz von 4,34 Prozent bezahlen.

Neuer Yahoo-Chef

Der schwächelnde US-amerikanische Internet-Konzern Yahoo hat nach monatelanger Suche einen neuen Chef. Scott Thompson kommt von der Handelsplattform Ebay und war dort zuletzt für den Zahlungsdienstleister Paypal verantwortlich.