Karlsruhe Zahl der Tabakbauern in Deutschland stabilisiert sich

Jochen Adam, größter Tabakanbauer in Baden-Württemberg und Chef des baden-württembergischen Landesverbands. Foto: Patrick Seeger
Jochen Adam, größter Tabakanbauer in Baden-Württemberg und Chef des baden-württembergischen Landesverbands. Foto: Patrick Seeger © Foto: Patrick Seeger
Karlsruhe / DPA 06.10.2018

Die Zahl der tabakanbauenden Betriebe in Deutschland hat sich nach Jahren des Rückgangs stabilisiert. „Es war ein mühseliger Prozess, aber wir haben uns jetzt konsolidiert und sind optimistisch“, sagte Sven Plaeschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Tabakpflanzer. Dies sei unter anderem auf den boomenden Tabakmarkt für Wasserpfeifen zurückzuführen. Der weit überwiegende Teil deutschen Rohtabaks werde inzwischen für die sogenannten Shishas verwendet.

Die Zahl deutscher Tabakbauern, einst vierstellig, war nach dem Ende der EU-Subventionen 2009 stark zurückgegangen - von damals rund 360 Betrieben auf inzwischen etwa 100. Seit dem Jahr 2000 habe sich die von einem Betrieb durchschnittlich bewirtschaftete Anbaufläche von sieben auf 17 Hektar erhöht, sagt Branchenvertreter Plaeschke: „Wenige große Betriebe machen jetzt das, was früher viel kleine machten.“

Der Dürresommer habe zwar auch dem Tabak eher geschadet. In den meisten Regionen verfügten die Bauern aber über Bewässerungsmöglichkeiten für ihre Tabakfelder. „Insofern sind wir einigermaßen optimistisch, dass wir bundesweit die 5000 Tonnen Ernte halten können“, sagte er mit Blick auf die durchschnittliche Erntemenge in Deutschland. Genauere Zahlen gebe es aber erst in einigen Wochen.

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