Worauf bei Studienkrediten zu achten ist

DPA 09.08.2014

In den USA sind sie gang und gäbe, in Deutschland nach wie vor die Ausnahme: Studienkredite. Nur eine Minderheit (6 Prozent) der Studierenden greift laut der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks auf sie zurück. Interessenten haben dennoch die Qual der Wahl - rund 30 Angebote gibt es derzeit. Wie findet man das richtige? Ulrich Müller, Projektleiter im Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), hat sie getestet. Er warnt vor drei typischen Fallen.

Gefahr steigender Zinsen Wer einen Studienkredit abschließen möchte, sollte auf einen festen Zinssatz achten. "Derzeit sind die Zinsen sehr niedrig. Bis Studenten ihren Kredit zurückzahlen müssen, kann der Wind aber schon wieder drehen", sagt Müller. Um zu vermeiden, später einen ungünstigeren Zinssatz zu haben, sollte der aktuelle festgeschrieben werden.

Fehlende Stundung der Zinsen Die jungen Leute sollten darauf achten, dass sie erst dann Zinsen zahlen müssen, wenn sie den Kredit zurückzahlen. Sonst werden sie während des Studiums davon überrascht, dass der eigentlich vereinbarte monatliche Auszahlungsbetrag immer geringer wird.

Unklare Rückzahlungsmodalitäten Auf keinen Fall dürfen sich Studenten darauf einlassen, dass die Details der Rückzahlung erst vereinbart werden, wenn sie fällig ist. Klingt ungewöhnlich, aber einige Banken agierten tatsächlich so, berichtet Müller. Offen ist dann zum Beispiel der Zinssatz. Das Problem: Für Studenten ist bei Vertragsschluss unklar, was sie nach Studienende erwartet. Hinzu kommt, dass sie sich in einer schlechteren Verhandlungsposition befinden als vor der Aufnahme des Kredits. Sie haben dann bereits die Schulden: keine gute Ausgangsposition, um auf günstigere Konditionen zu pochen. Info Im 97-seitigen "CHG-Studienkredittest 2014" werden 29 Studienkredite und Bildungsfonds verglichen. Link: dpaq.de/b7FxK

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