Baden-Württemberg Wolfgang Grenke ist IHK-Chef

Präsident mit Biss: Wolfgang Grenke.  Foto: dpa
Präsident mit Biss: Wolfgang Grenke. Foto: dpa © Foto: Foto: dpa
Stuttgart / dpa 26.11.2016

Mit Wolfgang Grenke (65) übernimmt ein erfolgreicher Südwest-Manager das Ruder beim einflussreichen Industrie- und Handelskammertag von Baden-Württemberg (BWIHK).

Seine Eltern hatten in Baden-Baden einen kleinen Supermarkt, während seines Wirtschaftsingenieur-Studiums in Karlsruhe fuhr er zunächst Taxi und Lastwagen. Grenke bewies Biss und unternehmerisches Geschick: Seine Leasingfirma Grenke hatte im Gründungsjahr 1978 nur zwei Mitarbeiter, inzwischen sind es knapp 1000. In den Hoch-Zeiten des Neuen Marktes war die Firma ein Börsenstar.

Der Vater von drei erwachsenen Söhnen ist in den vergangenen Jahren auch als Mäzen hervorgetreten, auf eine Stiftung übertrug er große Grenke-Aktienpakete. Die gemeinnützige Einrichtung fördert unter anderem den Schachsport – das Brettspiel fasziniert ihn seit jungen Jahren, bis vor kurzem spielte er in einer Schach-Mannschaft.

Als „Gehirnjogging“ helfe ihm dieser Sport auch für seine Tätigkeit als Firmenchef, sagt er. „Ich bin auch unter hoher Belastung stets konzentriert – das ist wichtig beim Schach und im Leben als Unternehmer“, sagt er.

2018 will er aus der operativen Verantwortung und vom Vorstandsvorsitz an die Spitze des Grenke-Aufsichtsrats wechseln. Er wolle „ein aktiver Aufsichtsratsvorsitzender“ werden, der sich durchaus einmische und positiv einbringen wolle in die Tätigkeiten seiner Firma. Seiner Familie gehören etwa 43 Prozent an der Grenke AG. Da ein Teil der Aktionäre bei Hauptversammlungen ihr Stimmrecht nicht ausüben, hält er damit  die „faktische“ Mehrheit.

Die beiden Vizepräsidenten sind Christian Otto Erbe (Reutlingen) und Harald Unkelbach (Heilbronn-Franken). Der bisherige Präsident Peter Kulitz (Ulm) scheidet nach drei Amtsperioden satzungsgemäß aus und wurde in den DIHK-Vorstand in Berlin gewählt. Er tritt die Nachfolge von Burkhard Thost an, Präsident der IHK Nordschwarzwald. dpa

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