Kommentar Helmut Schneider zum Erfolg der sogenannten Fintechs Wohin die Reise geht

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Wire / Helmut Schneider 17.08.2018

.. was? Wirecard kennt kaum einer, die Deutsche Bank kennt jeder. Und doch ist Wirecard, ein digitaler Finanzdienstleister aus dem Großraum München, aktuell mehr wert an der Börse als Deutschlands einzige Bank von internationalem Rang.

Das sagt einiges über den Wandel, den die Digitalisierung in der Wirtschaft allgemein, besonders aber in der Bankenbranche mit sich bringt. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit sind neue Unternehmen herangewachsen, so genannte Fintechs, die das professionelle wie private Finanzwesen technisch auf eine neue Stufe heben.

Experten haben darauf hingewiesen, dass die Fintechs die Bankenlandschaft umpflügen werden. Wirecard ist der Beleg dafür, dass sie recht haben. Die Firma, die ausschließlich Geschäftskunden bedient, hat nur 4600 Mitarbeiter und sitzt in einem Gebäude, das einer Volkshochschule ähnelt. Kein Vergleich zur Deutschen Bank!

In der enorm hohen Börsenbewertung steckt die Fantasie, dass die Fintechs erst am Anfang ihrer Erfolgsgeschichte stehen. Denn die bargeldlose Abwicklung von Zahlungsvorgängen steht erst am Anfang.

Kein Wunder, dass inzwischen die traditionellen Banken mit Nachdruck entsprechende digitale Angebote auch für den Verbraucher auf den Markt bringen. Sie wissen inzwischen, wohin die Reise geht.    

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