Manager WMF hat einen neuen Chef 

Peter Feld (50) war drei Jahre lang Chef der WMF.  Foto: dpa 
Peter Feld (50) war drei Jahre lang Chef der WMF. Foto: dpa  © Foto: Foto: WMF
Geislingen.  / Helmut Schneider 02.12.2016

Als er vor drei Jahren den Chefposten bei WMF von Thorsten Klapproth übernahm, deutete Peter Feld an, dass bei der Weiterentwicklung des Geislinger Traditionsunternehmens noch Luft nach oben sei. Vor allem das China-Geschäft betrachteten die damaligen Eigentümer, der US-Finanzinvestor KKR, als ausbaufähig. Mit dem neuen Eigentümer kam auch der Beiersdorf-Manager Peter Feld an Bord. Jetzt verlässt der 50-Jährige „auf eigenen Wunsch“ zum Jahresende den schwäbischen Besteck- und Kaffeemaschinen-Hersteller.

Weitere Angaben werden nicht gemacht. Man bewegt sich aber nicht zu sehr im Bereich der Spekulation, wenn man Felds Ausscheiden mit dem neuerlichen Eigentümerwechsel in Verbindung bringt. Bekanntlich ist das schwäbische Traditionsunternehmen seit Mitte des Jahres in französischer Hand. Der ungleich größere Hausgeräte-Konzern SEB hat die WMF, die mittlerweile nicht mehr börsennotiert ist, für rund 1,7 Mrd. € übernommen.

Der bisherige Vize-Präsident der SEB-Gruppe in Westeuropa, Volker Lixfeld, soll den Chefposten in Geislingen übernehmen. Er ist seit 15 Jahren für SEB tätig.

Der bisherige Aufsichtsratschef von WMF, Johannes Huth, hebt hervor, dass sich das Unternehmen unter Felds Regie „hervorragend entwickelt hat und bestens gerüstet ist für eine erfolgreiche Zukunft“. WMF sei deutlich gewachsen. Vor allem das Geschäft mit Profi-Kaffeemaschinen wurde ausgebaut – unter anderem in den USA und in Indien. Das WMF-Geschäft in China ist deutlich ausgebaut worden.

Mit dem Kauf von WMF sieht sich SEB als weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der professionellen Kaffeevollautomaten und außerdem als Nummer eins in Deutschland bei Produkten zum Zubereiten, Kochen, Essen, Trinken und Backen.

WMF beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter und erhöht damit die Mitarbeiterzahl des Gesamtkonzerns SEB auf rund 30 000; der Gruppenumsatz klettert auf rund 6 Mrd. €. Helmut Schneider