Geringer Austausch Der Konflikt um die Ukraine ist aus ökonomischer Sicht keine allzu große Belastung für Deutschland. Diese Meinung vertrat der Freiburger Wirtschaftsprofessor Lars Feld auf einem Diskussionsforum in Ulm. Lars, einer der fünf Wirtschaftsweisen, begründete seine Einschätzung zum einen damit, dass der wirtschaftliche Austausch Deutschlands mit Russland vergleichsweise gering sei. "Für einzelne Unternehmen, zum Beispiel Siemens, mag das weit mehr sein", schränkte Lars ein.

Fast nur Rohstoffe Sanktionen gegen Russland würden zwar auf längere Sicht auch bei der deutschen Wirtschaft ankommen, aber die ökonomische Bedeutung des Austausches zwischen Russland und Deutschland sei vergleichsweise einseitig: Russland liefere Rohstoffe nach Deutschland, hauptsächlich Öl und Gas. "Das werden sie auch weiterhin tun wollen", meinte Feld. Zumal Russland durch das Fracking (Schiefergas-Förderung) der Amerikaner auf den weltweiten Absatzmärkten verstärkt unter Druck geraten sei. hes

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