Wirtschaft Wieder mehr Südwest-Exporte nach Russland

Die Fahnen von Russland und Deutschland. Foto: Patrick Pleul/Archiv
Die Fahnen von Russland und Deutschland. Foto: Patrick Pleul/Archiv © Foto: Patrick Pleul
Stuttgart / DPA 05.06.2018
Trotz Wirtschaftssanktionen sind die Exporte von Baden-Württemberg nach Russland erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen.

Trotz Wirtschaftssanktionen sind die Exporte von Baden-Württemberg nach Russland erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, legten die Ausfuhren im vergangenen Jahr binnen Jahresfrist um 10,3 Prozent zu. Geliefert wurden Waren im Wert von 3,13 Milliarden Euro.

Die wichtigsten Exportgüter waren Maschinen im Wert von 941,3 Millionen Euro. Im Vergleich mit 2016 sei das ein Plus von 21,8 Prozent. Auch elektrische Ausrüstung im Wert von 259 Millionen Euro wurde geliefert - 3,9 Prozent mehr als noch 2016. Fahrzeuge und Fahrzeugteile im Wert von etwa 775 Millionen Euro gingen ebenfalls nach Russland (plus 0,7 Prozent).

Auch die Importe aus Russland legten zu - plus 25,6 Prozent. So wurden Güter im Gesamtwert von etwa 1,91 Milliarden Euro nach Baden-Württemberg geliefert. 2017 waren Erdöl und Erdgas für fast 1,17 Milliarden Euro die am stärksten nachgefragten Güter aus dem Land. Der Wert stieg gegenüber 2016 um 15,5 Prozent. Auch Kohle zählte im vergangenen Jahr zu den wichtigen Importgütern und wurde im Wert von 234,4 Millionen Euro eingeführt (plus 81,4 Prozent).

Die EU-Staaten hatten 2014 mit Wirtschaftssanktionen auf die Annexion der Krim und Russlands Agieren in der Ukrainekrise reagiert. Russland verhängte im Gegenzug ein Einfuhrverbot für Lebensmittel.

Nach Angaben des Statistischen Landesamts spielt der Warenverkehr mit Russland für Baden-Württemberg und für Deutschland insgesamt nur eine untergeordnete Rolle. „Gemessen am Gesamtumfang des baden-württembergischen und bundesweiten Außenhandels entsprach der Anteil Russlands im vergangenen Jahr lediglich 1,4 bzw. 2,5 Prozent.“

Statistisches Landesamt Stuttgart