Geldanlage Wichtige Hilfe

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Ulm / Dieter Keller 19.05.2017

Verbraucherpolitisch war ein Erfolg der zu Ende gehenden Legislaturperiode, dass die Stiftung Warentest mehr Geld vom Bund bekommt, um Finanzprodukte intensiver unter die Lupe zu nehmen. Das sind zwar nur 1,5 Millionen Euro, gemessen an vielen anderen Staatsausgaben ein geringer Betrag. Aber sie sind gut angelegt, wie das „Pantoffel-Portfolio“ zeigt, mit dem die Tester bei der Geldanlage gerade in Zeiten niedrigster Zinsen helfen.

Das Zauberwort heißt ETF, eine etwas komplizierte Form von Aktien- und auch Rentenfonds, die zumindest in der Rückschau eine ordentliche Rendite abgeworfen haben, und das bei einem überschaubaren Risiko. Bankberater empfehlen sie in der Regel nicht, weil sie damit keine Provision verdienen. Also werden viele Anleger gar nicht auf die Idee kommen, diese Möglichkeit zu nutzen.

Leider sind ETF aber kein Allheilmittel gegen die derzeitigen Mini-Zinsen, schon weil sie sich nicht für kleine Sparer eignen. Sie sind nur sinnvoll bei längerfristigen Anlagen und höheren Beträgen. Zudem erfordern sie ein Mindestmaß an Einarbeitung. Das dürfte manchem lästig sein, auch wenn es dringend nötig ist. Viele wenden ja mehr Zeit für die Zusatzausstattung des neuen Autos auf als für die Geldanlage, obwohl es um viel mehr geht. Die Tester liefern wertvolle Hilfen. Nutzen muss sie jeder selbst.

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