Wie das Statistische Landesamt mitteilte, haben an den Landgerichten des Landes im ersten Halbjahr private Schuldner 5169 Insolvenzen beantragt. Das waren 4 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Damit ist die Zahl der Privatinsolvenzen schon das fünfte Jahr in Folge rückläufig. Die Schulden aller insolventen Privatpersonen beliefen sich auf 563 Mio. EUR. Das entspricht einer durchschnittlichen Schuldenhöhe von rund 109.000 EUR.

Zu den Insolvenzen der Privatschuldner gehören neben den Insolvenzen von reinen Verbrauchern, wie Arbeitnehmern, Rentnern, Arbeitslose auch Verfahren ehemals selbständig Tätiger sowie ehemals vollhaftender Gesellschafter von Personengesellschaften und Nachlässe.

Den mit 70 Prozent größten Anteil aller Insolvenzen betrafen Verbraucher. Insgesamt wurden 3468 Verbraucherinsolvenzverfahren gezählt, damit lag die Zahl der Verfahren um 8,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. In 1457 Insolvenzverfahren wurden die verbliebenen Schulden ehemals selbständig Tätiger geregelt. Diese Personen hafteten als Einzelunternehmer auch mit dem Privatvermögen. Weitere 244 Verfahren betrafen sonstige natürliche Personen, wie ehemals vollhaftende Gesellschafter von Personengesellschaften.