Hotelneubau Weitsicht vom Balkon Hohenlohes

von Kerstin Dorn 13.09.2018

Im Frühjahr standen die Wetten noch nicht gut, dass der Eröffnungstermin gehalten werden kann: Doch nach zweijähriger Bauzeit nahm das neue Panoramahotel in Waldenburg, ganz wie geplant, am 30. August den Betrieb auf. Am 11. September wurde es offiziell eröffnet und Hoteldirektor Dirk-Uwe Schörner konnte rund 200 Gäste, darunter Prof. Reinhold Würth mit seiner Gattin, mehrere
Mitglieder der Unternehmer-
familie und Führungskräfte der Würth-Gruppe, den Landrat des Hohenlohekreises Dr. Matthias Neth sowie Bürgermeister Markus Knobel begrüßen.

Das neue Panoramahotel war als Drei-Sterne-Hotel geplant, wurde jedoch „erfreulicherweise“, wie Reinhold Würth feststellte, von der Dehoga als Vier-Sterne-Objekt eingruppiert. Es gehört wie das Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe in Zweiflingen, das Hotel Amtshaus in Mulfingen, das Sudhaus in Schwäbisch Hall und das Hotel Anne-Sophie in Künzelsau zur Panorama Hotel & Service GmbH, einem Unternehmen der Würth-Gruppe.

Obwohl die Hotellerie nicht das Kerngeschäft des Konzerns ist, konnten im letzten Jahr 50 000 Übernachtungsgäste begrüßt werden, wie Bernd Herrmann, Mitglied der Würth-Konzernführung, in seiner Begrüßungsrede feststellte. Das Unternehmen befinde sich gerade in einer Phase der Hochkonjunktur, peile zehn Prozent Wachstum an und baue an zahlreichen Standorten. In den Hotelneubau wurde ein zweistelliger Millionenbetrag investiert, von dem Reinhold Würth eine „profitable Entwicklung“ erwartet. Denn schon das alte Panoramahotel habe schwarze Zahlen geschrieben.

Als Businesshotel geplant

Das Haus ist als Businesshotel konzipiert, in dem sich 50 Mitarbeiter um das Wohl der Gäste kümmern. „Wir können im Carmen-Würth-Forum oft eine drei- bis vierstellige Besucherzahl begrüßen, die Übernachtungsmöglichkeiten braucht“, begründet Reinhold Würth sein Engagement. Das Panoramahotel verfügt über 120 Gästezimmer und -suiten mit insgesamt 240 Betten und zehn Veranstaltungsräume, in denen bis zu 220 Personen Platz finden, sowie über Fitness- und Saunamöglichkeiten.

Als eine „städtebauliche Herausforderung“ bezeichnet Architekt Thomas Müller aus Öhringen den Neubau. Die beiden Untergeschosse wurden in den Fels gebaut. Erst das Erdgeschoss liegt auf Straßenniveau. Das Gebäude sei in „turmartige Einzelkomponenten“ gegliedert, zu deren statischer Sicherheit 800 Tonnen Baustahl und 5000 Kubikmeter Beton verbaut wurden.

Auch Bürgermeister Markus Knobel gehörte zu den Eröffnungsrednern und nutzte die Gelegenheit, den Investor nach seinen Plänen für das benachbarte, alte Hotelgebäude zu fragen. Reinhold Würth ging auf diese Frage ein, ohne jedoch konkret zu werden. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Buchungszahlen entwickeln. Ein „Ausbeinen“ und Umbau des alten Gebäudes seien aber „eher unwahrscheinlich“, so der Besitzer.

Der Neubau stehe für „Weit- und Fernblick“, fand Bernd Herrmann, der die Gäste mit
einem Schopenhauer-Zitat entließ: „Jeder hält die Grenzen des eigenen Gesichtsfeldes für die Grenzen der Welt.“ Im Panoramahotel Waldenburg können die Blicke in die Ferne schweifen und der Investor hofft, dass sich
auch die Touristen durch diese wunderbare Lage angezogen fühlen.

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Millionen Euro hat die Würth-Gruppe in den Neubau des Hotels in Waldenburg investiert. Es gehört wie vier weitere Objekte zur Panorama Hotel & Service GmbH.

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