"Es handelt sich um einen Antrittsbesuch der neuen Volkswagen-Konzernführung. Er dient dem Austausch mit einem wichtigen Partner des Unternehmens."

Laut "Bild am Sonntag" will Katar bei dem Treffen angesichts des sich ausweitenden Abgasskandals wichtige strukturelle Veränderungen bei Volkswagen fordern. So solle der Einfluss des VW-Betriebsrats auf unternehmerische Entscheidungen deutlich zurückgedrängt werden, berichtete das Blatt. In den USA werde von VW eine milliardenschwere "Investitionsoffensive E-Mobilität" verlangt, um den Imageschaden auszubügeln.

Der Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) hat durch den Kurssturz infolge des Abgas-Skandals einen Buchverlust in Milliardenhöhe verzeichnet. QIA gehören 17 Prozent der VW-Stammaktien mit Stimmrecht. Zudem hält der Staatsfonds aus Katar einen großen Teil der stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Nach früheren Informationen aus VW-Konzernkreisen sollen die Scheichs schwer verärgert sein. Der VW-Sprecher wollte sich zu diesen Befindlichkeiten am Wochenende aber nicht äußern.