Kommentar Rolf Obertreis zum aktuell hohen Preis für Heizöl Vorerst wohl nicht billiger

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Rolf Obertreis 11.08.2018

Das Thermometer zeigt 35 Grad oder noch mehr. Zugleich ist Heizöl in diesen Tagen mehr als 30 Prozent teurer als vor einem Jahr. Mancher Verbraucher wird darüber verwundert die Augen reiben: Das kann doch nicht sein, schließlich braucht derzeit wahrlich niemand Heizöl. Und der Winter ist noch so weit.

Und doch strahlt die Hitze auf den Heizöl-Preis ab. Denn der Transport erweist sich als Tücke. Der Brennstoff kommt per Schiff auf Rhein, Main oder anderen Flüssen zu den Händlern. Wegen der niedrigen Wasserständen können die Schiffe nicht einmal mit halber Ladung fahren. Das treibt den Transportpreis. Der wiederum schlägt sich im Preis für Heizöl nieder.

Die Verbraucher warten darauf, dass es wieder billiger wird. Damit ist jedoch eher nicht zu rechnen.  Der gegenüber dem Dollar schwächelnde Euro und die US-Sanktionen gegen den Iran werden den Preis vorerst hoch halten. 

Viele Hausbesitzer könnten sich freilich auch auf anderem Weg gegen steigende Preise wappnen: Sie tauschen die oft überalterte Heizung gegen eine moderne. Das kostet zwar erst einmal, aber es senkt den Verbrauch um bis zu 50 Prozent pro Jahr. Und es ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Der Haken: Es gibt mehr als 2000 Förderprogramme von Bund, Ländern und Gemeinden. Eine Vereinfachung ist überfällig.

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