Stuttgart Viele offene Fragen bei Ferkelkastration

Menschen mit Tiermasken nehmen an einer Protestaktion zur betäubungslosen Ferkelkastration teil. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv
Menschen mit Tiermasken nehmen an einer Protestaktion zur betäubungslosen Ferkelkastration teil. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv © Foto: Wolfgang Kumm
Stuttgart / DPA 04.10.2018

Die Landwirte im Land sehen noch keine Alternative zur umstrittenen betäubungslosen Ferkelkastration. „Es gibt noch zu viele offene Fragen bei den Alternativen“, sagte Marco Eberle, Fachreferent des Landesbauernverbands im Vorfeld des Bauerntags auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest. „Nach dem jetzigen Stand ist das Verbot nicht umsetzbar.“ Die Ferkelkastration wird eines der großen Themen in der Diskussion heute sein.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die Spitzen von Union und SPD das ursprünglich für 2019 geplante Verbot nun doch noch einmal um zwei Jahre verschieben wollen. Im Bundesrat hatte es erst kürzlich keine Mehrheit für einen solchen Aufschub gegeben.

In Deutschland werden Millionen Ferkel wenige Tage nach der Geburt ohne Betäubung - nur unter Gabe eines Schmerzmittels - kastriert. Diese Methode soll vermeiden, dass Fleisch von Ebern einen strengen Geruch und Geschmack bekommt. Tierschützer kritisieren die Praxis.

Die Bauern im Land hatten angesichts der generell schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Schweinehalter für eine Verschiebung geworben, weil es keine praktikablen Alternativverfahren gebe.

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