Neckarsulm/Ehningen / DPA

Die Gewerkschaft Verdi hat Kündigungen im Zusammenhang mit dem Teilverkauf der IBM-Dienstleistungssparte GTS an Bechtle kritisiert. Rund 50 Beschäftigte haben Verdi zufolge diese Woche eine betriebsbedingte Kündigung mit der Post erhalten. „Die Kündigungen sind (...) völlig unangemessen, skandalös und kaum durch ökonomische Notwendigkeiten erklärbar“, hieß es am Mittwoch in einem Newsletter der Gewerkschaft. Aus Verdi-Sicht missachtet der IT-Konzern tarifvertragliche Zusagen, die Mitarbeiter ab einem Alter von 53 Jahren schützt und Qualifizierung vor Kündigung stellt. Eine IBM-Sprecherin war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Erst vor drei Wochen hatten IBM und Bechtle mitgeteilt, dass ihre monatelangen Verhandlungen über den Wechsel der Mitarbeiter Erfolg hätten. Seit 1. April arbeiten einer Bechtle-Sprecherin zufolge 320 bisherige IBM-Leute für den IT-Dienstleister aus Neckarsulm. Mit weiteren Beschäftigten würden noch Gespräche geführt.

Die Mitarbeiter, die entweder direkt bei Kunden oder an deutschen IBM-Standorten eingesetzt sind, sollen ihre Arbeit wie gewohnt fortführen - sie wechseln lediglich den Arbeitgeber. Sie sind den Angaben zufolge mit Design, Beratung und Betrieb von IT-Anwendungen und Rechenzentren befasst. Die notwendigen Verträge waren im Januar unterschrieben worden. Bechtle hatte in den vergangenen Jahren schon wiederholt Teile von IBM übernommen. Schon 2005 waren gut 100 IBM-Beschäftigte zu Bechtle gewechselt, 2013 dann noch einmal gut 50.

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