VERBRAUCHERTIPP: Anlage-Depot absichern

AFP 10.07.2012
Auch im Urlaub geht es daheim an den Börsen täglich weiter auf und ab. Um Überraschungen vorzubeugen, sollten Anleger ihr Depot absichern.

Automatische Verlustbremse: Wer sicher gehen will, dass ihn im Urlaub nicht der Börsencrash erwischt, sollte vor Reisebeginn bei möglichen Wackelkandidaten im Depot sogenannte Stop-Loss-Kurse festlegen. Damit verkaufen Bank oder Finanzverwalter kritische Wertpapiere automatisch, wenn diese auf den festgelegten Wert sinken. Anleger können so bei plötzlich auftauchenden Problemen eines Unternehmens ihre Verluste begrenzen, ohne selbst eingreifen zu müssen.

Depotvollmacht: Als zweitbeste Wahl kann auch eine Vollmacht mit Verhaltensanweisungen an einen Freund oder Verwandten Ärger ersparen. Mit der schriftlichen Erlaubnis kann der Beauftragte zur Bank gehen und in Krisensituationen die Notbremse ziehen. Verbraucherschützer raten, die Bank über die Vollmacht zu informieren. In solchen Fällen verlangen die Geldhäuser eindeutige Nachweise.

Eingreifen am Urlaubsort: Per Telefon kann ein Verkaufsauftrag an Bank oder Vermögensverwalter gegeben werden. Dazu muss der Kunde seine Depotnummer und die Geheimzahl parat haben. Noch einfacher geht es für jene, die per Internet Zugriff auf ihr Konto haben: Im Hotel oder Internetcafé ist der Verkaufsauftrag schnell abgesetzt. Unbedingt notwendig ist es dafür, den Zugangscode mitzunehmen und an eine Transaktionsnummer (TAN) zu kommen.