Heidelberg US-Steuerreform belastet Baustoffkonzern HeidelbergCement

Ein Mitarbeiter in Leimen im Zementwerk des Baustoffkonzerns HeidelbergCement hält einen Zementsack in den Händen. Foto: Uwe Anspach/Archiv
Ein Mitarbeiter in Leimen im Zementwerk des Baustoffkonzerns HeidelbergCement hält einen Zementsack in den Händen. Foto: Uwe Anspach/Archiv © Foto: Uwe Anspach
DPA 02.01.2018

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement rechnet mit einer Belastung von rund 200 Millionen Euro durch die seit Jahresanfang geltende US-Steuerreform. Eine Neubewertung führe zu dieser Belastung des Jahresüberschusses in 2017, wie das Dax-Unternehmen am Dienstag in Heidelberg mitteilte.

„In der Finanzkrise hatten wir auf unsere Tochter in den USA Verlustvorträge gebildet“, sagte ein Konzernsprecher. Verlustvorträge sind spezielle Bilanzposten. Durch sie muss ein Unternehmen, das Verlust gemacht hat, zunächst weniger Steuern zahlen, wenn es wieder Gewinn macht. Der Nachteil daran: Sinkt der Steuersatz - wie im Fall der US-Steuerreform -, sinkt auch der Wert der Verlustvorträge. Das Unternehmen muss dann ein Teil seiner Vorteile abschreiben.

Ab 2019 rechnet HeidelbergCement wegen der gesenkten Steuersätze dann aber mit positiven Effekten auf seine Kassenlage. Die Absenkung des Bundeskörperschaftsteuersatzes von bisher 35 Prozent auf 21 Prozent ist wesentlicher Bestandteil der US-Steuerreform. HeidelbergCement will am 22. März seine Bilanz für das vergangene Jahr vorlegen.

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