Der Softwareanbieter Teamviewer hat im zweiten Quartal weiter von der Corona-Krise profitiert. Zudem kauft das Unternehmen das Hightech-Unternehmen Ubimax für 136,5 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Mittwoch in Göppingen mitteilte. 85,8 Millionen zahlt Teamviewer für die Bremer in bar, für den Rest gibt das Unternehmen neue Aktien aus.

Spezialist für Augmented-Reality-Anwendungen

Ubimax ist spezialisiert auf Anwendungen für Augmented Reality und die Vernetzung von Geräten. Unter anderem gehören dazu auch Datenbrillen für die Kommissionierung im Lager mit QR-Codes oder für eine besonders ausgefeilte und effiziente Form der Qualitätskontrolle. Die Ubimax-Produkte sind eine gute Ergänzung zu Teamviewer, wo neben Videokonferenzen auch die Fernwartung von Geräten und Maschinen unter den Stichworten „Industrie 4.0“ und „Internet der Dinge“ (Internet of Things, IoT) eine wichtige Rolle spielt. Zudem erweitere die Übernahme Teamviewers Produktportfolio im Großkundensegment deutlich, hieß es.

Teamviewer finanziert Ubimax-Kauf teils über neue Aktien

Da der Kauf teilweise durch neue Aktien finanziert werden soll, fiel der Börsenkurs von Teamviewer etwas und lag zum Handelsschluss etwa 4 Prozent niedriger als am Vortag. Die Aktie hat im laufenden Jahr aber immer noch ein Plus von rund der Hälfte aufzuweisen, weil das Unternehmen als Gewinner der Corona-Krise gilt.
Die in Rechnung gestellten Umsätze (Billings) steigerte das Unternehmen im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 105,9 Millionen Euro. Im ersten Quartal hatte das auf Videokonferenzen und Fernwartungssoftware spezialisierte Unternehmen noch ein Plus von 75 Prozent aufzuweisen, weil viele Unternehmen ihre Mitarbeiter in der Pandemie ins Homeoffice geschickt hatten.
Teamviewer-Hauptquartier Teamviewer fährt zweigleisig

Göppingen