Die Arbeitgeber der Unikliniken haben bei der Auftakt-Tarifverhandlung ein Angebot für die 25 000 nicht-ärztlichen Beschäftigten der vier Häuser angekündigt. Nach Abschluss der ersten Gespräche am Freitag in Stuttgart sagte Udo Kaisers, der Leitende Ärztlicher Direktor der Uniklinik Tübingen, die Offerte komme bei der nächsten Runde am 25. Oktober.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi war mit einer Forderung von acht Prozent mehr Geld in das erste Gespräch gegangen. Der neue Tarifvertrag für die vier Häuser in Heidelberg Tübingen, Freiburg und Ulm soll nach den Plänen von Verdi 18 Monate Laufzeit haben.

Die rund 10 000 Pflegekräfte sollen 200 Euro monatlich zusätzlich erhalten. Dies ergebe sich auch aus dem Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals, erklärte Verdi. Dieser Extra-Zuschlag sei gut für die Nachwuchsgewinnung in der Pflege, werde die Verweildauer im Beruf erhöhen und denjenigen helfen, die wegen der hohen Belastung im Beruf unfreiwillig in Teilzeit arbeiten.

Die Arbeitgeber sprachen von einer konstruktiven Atmosphäre. Man habe sich intensiv mit den Forderungen von Verdi beschäftigt und „Positionen hierzu ausgetauscht“, sagte Kaisers. Die Gewerkschaft will mit den Arbeitgebern auch über alternsgerechtes Arbeiten und einen großzügigen zeitlichen Ausgleich für Nacht- und Feiertagsdienste verhandeln.

Betroffen von den Gesprächen sind nicht nur Pfleger, sondern auch Techniker und Laboranten. Die Ärzte an den Kliniken fallen unter den Tarifvertrag der Ärzte der Länder.

Verdi