München/Düsseldorf Studie: Ohne Solaranlagen-Förderung mehr Selbstversorger

Eine Photovoltaikanlage auf einem Eigenheim (Luftaufnahme mit einer Drohne). Foto: Patrick Pleul/Archiv
Eine Photovoltaikanlage auf einem Eigenheim (Luftaufnahme mit einer Drohne). Foto: Patrick Pleul/Archiv © Foto: Patrick Pleul
München/Düsseldorf / DPA 01.11.2018

Für viele Solaranlagen läuft die staatliche Förderung in den nächsten Jahren aus. Das dürfte sich auf den Strompreis auswirken, erwartet die Beratungsgesellschaft PwC.

In Bayern, Baden-Württemberg, im nördlichen Nordrhein-Westfalen und im südlichen Niedersachsen ende die Subvention für besonders viele Photovoltaik-Anlagen zwischen 2021 und 2030. „Regionale Spitzenreiter sind die bayrischen Regionen Landau-Dingolfing, Landshut und Deggendorf, in denen bis zu 6200 Anlagen aus der Förderung fallen - gefolgt von Schwäbisch-Hall und Biberach“, heißt es in der noch unveröffentlichten PwC-Studie.

Ohne hohe Einspeisevergütung bekomme ein Hausbesitzer mit einer durchschnittlichen Anlage 2021 beim Verkauf seines Stroms nur 163 Euro pro Jahr - als Eigenverbraucher spare er dagegen 533 Euro. Selbstversorger zahlten auch keine Netzentgelte mehr. „Um dies auszugleichen, werden die Entgelte für die verbleibenden Stromverbraucher vermutlich steigen“, heißt es in der Studie.

Auf der anderen Seite sinke mit der Förderung auch die EEG-Umlage für erneuerbare Energien, erklärte das bayerische Energieministerium. „Diese Entwicklungen könnten sich gegenseitig aufheben. Wir erwarten deshalb keinen Anstieg des Strompreises aufgrund des Auslaufens der EEG-Förderung“, sagte eine Sprecherin. Die wegfallende Strommenge spiele beim Stromverbrauch nur eine untergeordnete Rolle: „Wir erwarten keine negativen Auswirkungen auf die Netzstabilität.“

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