Unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise legt die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch (9.55 Uhr) ihre Arbeitsmarkt-Statistik für den Monat Juni vor. Erwartet wird ein weiterer Anstieg der Arbeitslosenzahlen - obwohl dies eigentlich für die Jahreszeit unüblich ist.
Normalerweise sinken die Zahlen zum Ende der Frühjahrsbelebung noch einmal leicht. Im Mai hatte die Bundesagentur festgestellt, dass die Corona-Krise für deutlich mehr als 500.000 zusätzliche Arbeitslose verantwortlich ist. Diese Zahl könnte sich nun noch einmal erhöhen. Damit wären über Jahre erwirkte Errungenschaften am Arbeitsmarkt ausgelöscht.
Die Bundesagentur wird auch Zahlen zur Kurzarbeit für den April nennen. Diese dürften ein neues Rekordniveau erreichen. Noch nie vorher hatten so viele Menschen in Deutschland das Instrument der Kurzarbeit in Anspruch genommen. Forschungsinstitute gehen von Zahlen zwischen sechs und acht Millionen aus.