Die Vereinbarkeit von Naturschutz mit Spargel- und Erdbeeranbau wollen Landwirte und der Naturschutzbund Baden-Württemberg (Nabu) unter Beweis stellen. Dazu haben die Naturschützer zusammen mit dem Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) am Dienstag in Iffezheim (Landkreis Rastatt) ein Pilotprojekt vorgestellt.

Vorerst drei Landwirte setzen Maßnahmen um, die der Nabu und der VSSE gemeinsam erarbeitet haben. Sie legen Nistkästen für Vögel oder Totholzhaufen für Reptilien an, pflanzen Blühstreifen oder setzen Insekten als biologische Schädlingsbekämpfer ein. Realisieren die Bauern ein Mindestmaß der Maßnahmen, dürfen sie das Nabu-Logo verwenden, etwa auf Flyern oder Informationstafeln.

Bei aller Ökologie müsse die Produktion dennoch wirtschaftlich sein, sagt Simon Schumacher vom VSSE. Denn Spargel aus der Region sei im Zweifel ökologischer als Spargel aus Peru. Dementsprechend kommen auch weiterhin Herbizide oder Folie zum Einsatz.

Jochen Goedecke vom Nabu findet die Zusammenarbeit auch mit Landwirten wichtig, die nicht hundertprozentig ökologisch produzieren. Ansonsten würde nichts passieren. Es gehe um kleine Schritte in die richtige Richtung. Er und Schumacher hoffen, das Projekt in Zukunft auf weitere Betriebe und Regionen ausweiten zu können.

Mitteilung des VSSE

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