Zum Aktionärstreffen am Mittwoch (10.00 Uhr) in München haben verschiedene Gruppen wie Fridays for Future, Extinction Rebellion, Campact und Greenpeace Proteste gegen den Dax-Konzern angekündigt. Im Zentrum steht dabei die Kritik von Klimaaktivisten an der Siemens-Beteiligung an einem riesigen Kohlebergbauprojekt in Australien. Doch auch von Investoren wird sich Vorstandschef Joe Kaeser Einiges anhören dürfen. Zuletzt hatte Vera Diehl vom Fondsanbieter Union Investment den Auftrag für das Kohlebergwerk als „kommunikatives Desaster für Siemens“ bezeichnet.

Siemens befindet sich im Umbruch. Der Konzern will im Laufe des Jahres sein Energiegeschäft als „Siemens Energy“ an die Börse bringen. Zudem läuft Kaesers Vertrag als Vorstandschef zum Jahresende aus. Als wahrscheinlichster Nachfolger gilt sein Vize Roland Busch.