Schon früher mehrfach praktiziert

DIK 12.07.2012

In Notzeiten wurden in Deutschland schon mehrfach Zwangsanleihen und Vermögensabgaben erhoben, unter anderem zur Finanzierung der Lasten des Ersten Weltkriegs. So wurde 1922 auf Vermögen über 100 000 Mark eine Zwangsanleihe von 1 bis 10 Prozent eingeführt. Wegen der hohen Inflation war sie schon Ende 1923 nichts mehr wert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1952 der Lastenausgleich beschlossen, eine Vermögensabgabe als Ausgleich für Kriegs- und Vertreibungsschäden. Im gleichen Jahr gab es eine Zwangsanleihe der Unternehmen zugunsten von Investitionen in der Grundstoffindustrie. Die 1982 eingeführte Investitionshilfeabgabe zur Förderung des Wohnungsbaus scheiterte am Verfassungsgericht.

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