Berlin Schäden durch Hochwasser offenbar geringer

AFP 24.04.2014

Das schwere Hochwasser im vergangenen Sommer hat offenbar deutlich weniger Schäden an der Verkehrsinfrastruktur verursacht als zunächst befürchtet. Das Bundesverkehrsministerium rechne damit, dass die Beseitigung von Flutschäden an Verkehrswegen des Bundes knapp 200 Mio. EUR koste, sagte eine Sprecherin des Ressorts. In dem von Bund und Ländern finanzierten Hilfsfonds seien dafür 1,32 Mrd. EUR vorgesehen gewesen.

Der Fonds verfügt insgesamt über 8 Mrd. EUR. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums wurden bisher lediglich 19 Mio. EUR abgerufen. Allerdings seien viele Schäden noch nicht abgerechnet worden. Inzwischen haben auch mehrere der besonders vom Hochwasser betroffenen Bundesländer ihre Schadensprognosen nach unten korrigiert. Das Bundesfinanzministerium betonte aber, dass es sich um eine sehr langfristige Angelegenheit handele. Derzeit lasse sich nicht sagen, dass ein bestimmter Teil der Mittel aus dem Hilfsfonds nicht gebraucht werde, sagte ein Sprecher in Berlin. Viele Schäden würden in "sehr komplexen Verfahren" beseitigt. Es gehe hier um "sehr lange Zeiträume".

Im Sommer 2013 war es nach heftigen Regenfällen vor allem im Süden und Osten Deutschlands zu schweren Überschwemmungen gekommen. Auch andere europäische Länder hatten mit dem Hochwasser zu kämpfen.