Paris PSA ist nicht an Übernahme Opels interessiert

DPA/AFP 10.01.2013

Der angeschlagene französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat Berichte über einen Kauf von Opel zurückgewiesen. Eine Übernahme des deutschen Autobauers stehe "nicht auf der Tagesordnung", sagte PSA-Markendirektor Frédéric Saint-Geours gestern bei der Vorstellung der Jahreszahlen des Konzerns. Die französische Tageszeitung "Le Monde" hatte zuvor berichtet, die französische Regierung dränge PSA zu einem Kauf von Opel, um ein Gegengewicht zu Europas größtem Autobauer Volkswagen zu schaffen. Paris befürchtet demnach, dass VW mit einem Preiskampf PSA ausschalten will.

Opel selber will mit neuen Modellen aus der Krise fahren. Noch bevor der Kleinwagen Adam in Eisenach vom Band läuft, meldet der angeschlagene Autobauer erste Erfolge. Landespolitiker fordern mehr: Sie wollen vom Management klare Zusagen für Werke und Arbeitsplätze.

"Wir haben schon heute rund 16 000 Bestellungen für den Adam, obwohl er offiziell erst ab 19. Januar im Handel steht", sagte Opel-Chef Thomas Sedran der Zeitschrift "Auto Motor und Sport". Heute startet im Opel-Werk Eisenach die Serienfertigung des Adam. Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig sagte, er erwarte für die Zeit nach 2016 Zusagen und Konzepte vom Opel-Mutterkonzern General Motors (GM), die die Zukunft des Standorts gewährleisteten.