Stuttgart Porsche Holding profitiert von VW-Beteiligung

Stuttgart / DPA/KER 12.11.2014

Die Abhängigkeit der Stuttgarter Porsche Holding vom Autobauer Volkswagen (VW) mit Sitz in Wolfsburg bleibt hoch. In den ersten neun Monaten hat die Porsche-Dachgesellschaft ihr Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel auf 2,49 Mrd. EUR gesteigert. Das teilte die Porsche Automobil Holding SE mit.

Dazu beigetragen hat maßgeblich die Beteiligung am Autobauer VW. An ihm hält die Porsche Holding gut 51 Prozent der Stammaktien. Im Zuge der Kapitalerhöhung von VW im Juni sank nur der Anteil der auf der Hauptversammlung nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien leicht auf 31,5 Prozent.

Die Porsche-Holding ist nach dem Verkauf des Sportwagenbauers Porsche AG 2012 als Hülle übriggeblieben und fungiert mit gerade mal 33 Mitarbeitern nur noch als eine reine Beteiligungsgesellschaft. Geplant sind Investitionen rund um den Autobau- und die Autowirtschaft und das möglichst über die ganze Wertschöpfungskette hinweg.

Die erste Übernahme neben der Beteiligung an Volkswagen hatte Porsche im September angekündigt. Die Stuttgarter kauften sich für 41 Mio. EUR mit 10 Prozent beim Verkehrsdatenanbieter Inrix ein. Das US-Unternehmen hat seinen Sitz in Kirkland im Bundesstaat Washington. Es sammelt und analysiert Echzeitverkehrsdaten aus einem Netzwerk von über 175 Millionen Einzelquellen wie Fahrzeugen und Mobilfunkgeräten. Es bietet auf dieser Basis unter anderem Verkehrsprognosen an.

Nach wie vor hat die Porsche Holding 2,49 Mrd. EUR als Polster auf der hohen Kante. Sie ficht allerdings weiter Schadenersatzprozesse gegen Investmentfonds aus, die sich im Zuge der gescheiterten VW-Übernahme falsch informiert fühlten.

Die Porsche SE geht "auf Grundlage ihrer derzeitigen Konzernstruktur" für das Geschäftsjahr 2014 unverändert von einem positiven Ergebnis nach Steuern in Höhe von 2,2 bis 2,7 Mrd. EUR aus.

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