Paris Peugeot-Citroën baut 6500 Stellen ab

Paris / DPA 13.07.2012

Der größte französische Autobauer PSA Peugeot Citroën will angesichts der düsteren Marktsituation in Europa weitere 6500 Stellen streichen und ein Werk ganz schließen. Betroffen von den Plänen seien vor allem die Standorte in Aulnay-sous-Bois bei Paris sowie in Rennes. In Aulnay-sous-Bois soll die Produktion 2014 eingestellt werden. Insgesamt beschäftigte der Konzern Ende vergangenen Jahres etwa 123 000 Menschen im Autobereich. Im Herbst war bereits ein Abbau von rund 3500 Stellen in Europa angekündigt worden.

"Ich bin mir voll und ganz darüber im Klaren, wie schwerwiegend die Ankündigungen sind und was für einen Schock und was für Emotionen sie innerhalb des Unternehmens und in seiner Umgebung auslösen werden", kommentierte Konzernchef Philippe Varin. Die Stärke und die Dauer der Krise in Europa machten die Reorganisation allerdings unausweichlich. Das Unternehmen werde alles dafür tun, dass der Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich erfolge. Der Aktienkurs von PSA legte bis zum Mittag um 1,70 Prozent zu.

Bei PSA spiegelt sich die Misere der europäischen Autoindustrie: Die Kapazitäten der Hersteller sind für den rückläufigen Markt zu hoch, die Autos müssen mit Rabatten angeboten werden. Der schwache Absatz vor allem in Südeuropa macht neben PSA auch Opel und Fiat zu schaffen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel