Frankfurt Opel plant Kurzarbeit in Deutschland

Frankfurt / OTR 17.08.2012

Wegen der anhaltenden Absatzflaute und den mittlerweile geleerten Arbeitszeitkonten der Beschäftigten wird es bei Opel von September oder Oktober an zu Kurzarbeit kommen. Betroffen sind das Stammwerk in Rüsselsheim und das Komponentenwerk in Kaiserslautern. Die Fabriken in Bochum und in Eisenach sind von den Einschränkungen laut Opel-Sprecher Ulrich Weber nicht betroffen.

Neben Kurzarbeit in der Produktion gibt es auch Überlegungen zur Arbeitszeitverkürzung in der Verwaltung. Neben den 6000 Produktionsmitarbeitern sollen auch die 10 000 Beschäftigten aus Verwaltung und Entwicklung in Rüsselsheim möglichst weniger arbeiten.

Bei Opel hat es zuletzt Anfang 2010 Kurzarbeit gegeben. 2011 dagegen waren in Rüsselsheim sogar Sonderschichten eingelegt worden. Ein Ergebnis der Verhandlungen des Managements mit dem Betriebsrat und der IG Metall werde "kurzfristig" vorliegen, sagt Weber. Einen konkreten Termin gäbe es nicht. Aber es gehe im Blick auf die Einschränkungen sicher nicht um das nächste Jahr.

Die Absatzkrise der Tochter des US-Autokonzerns General Motors hat sich seit Jahresanfang dramatisch beschleunigt. Der Verkauf von Opel-Modellen in Deutschland ist in den ersten sieben Monaten um fast 11 Prozent auf 135 400 Autos eingebrochen, der Marktanteil auf nur noch 6,8 Prozent gesunken.

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