Opec Ölförderländer verhandeln über mögliche Produktionskürzungen

Thamir Abbas Ghadban (M), Ölminister aus dem Irak, spricht vor Beginn eines Treffens des Ölkartells Opec in Wien
Thamir Abbas Ghadban (M), Ölminister aus dem Irak, spricht vor Beginn eines Treffens des Ölkartells Opec in Wien © Foto: Ronald Zak/AP/dpa
Wien / dpa 06.12.2018
Die Beratungen wichtiger Ölförderländer über eine Kürzung ihrer Produktion gehen am Freitag weiter.

Die 15 Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und Nicht-Opec-Länder wie Russland treffen sich am Freitag am Opec-Sitz in Wien. Ihr Ziel ist es, den zuletzt stark gefallenen Ölpreis wieder zu stabilisieren. Es gilt als offen, ob es zu einem neuen gemeinsamen Produktions-Limit kommt. Entscheidend wird vor allem sein, ob Russland zu Kürzungen bei der Förderung bereit ist.

Opec unter Druck

Die Opec ist zuletzt unter Druck geraten, weil der Ölpreis von Anfang Oktober bis Anfang Dezember von mehr als 85 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) auf weniger als 60 Dollar abgestürzt ist. Experten waren vor dem Ministertreffen davon ausgegangen, dass sich die 15 Opec-Staaten auf eine kräftige Produktionskürzung von einer Million Barrel Öl am Tag und mehr verständigen würden. Angesichts fehlender offizieller Beschlüsse sank der Ölpreis weiter.

Die 15 Opec-Staaten produzierten im Oktober nach eigenen Angaben gemeinsam fast 33 Millionen Barrel Öl am Tag. Der Bedarf liegt laut der Internationalen Energieagentur für 2019 aber nur bei 31,3 Millionen Barrel Opec-Öl täglich.

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