Notizen vom 9. Januar 2016

SWP 09.01.2016

Biometrie beliebter

Der Großteil der Deutschen würde künftig bargeldlos per Fingerabdruck, Iris-Scan oder etwa Stimm-Erkennung bezahlen. Knapp 60 Prozent stünden biometrischen Verfahren offen gegenüber, erklärte der Digitalverband Bitkom unter Berufung auf eine eigene Umfrage. Im vergangenen Jahr lag der Zustimmungswert demnach noch bei 50 Prozent. "Individuelle körperliche Merkmale machen uns einzigartig und sind deshalb deutlich sicherer als Passwörter, die geknackt oder gestohlen und missbraucht werden können", sagte Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz.

Schweiz gut erholt

Die Schweiz hat eine der konkurrenzfähigsten Volkswirtschaften der Welt. Auch den "Frankenschock" hat sie relativ gut verkraftet. Die Folgen der Verteuerung Schweizer Exporte halten sich in Grenzen: Die Arbeitslosenquote ist 2015 lediglich geringfügig auf 3,3 Prozent gestiegen. Zudem sorgte das relative Erstarken von Euro und Dollar in den vergangenen Monaten dafür, dass der Buchverlust der Nationalbank SNB im Jahr 2015 nur umgerechnet 21,2 Mrd. EUR ausmachte. Für das erste Halbjahres 2015 hatte die SNB noch - maßgeblich durch den Wertverfall ihrer Fremdwährungsanlagen - einen Verlust von umgerechnet 46,1 Mrd. EUR ausweisen müssen.

Fedex-Fusion gebilligt

Der US-Logistikkonzern Fedex rückt der Deutschen Post auf die Pelle. Die EU-Kommission hat den Zusammenschluss der Amerikaner mit dem niederländischen Anbieter TNT abgesegnet. In Europa sind die Deutsche Post DHL und der US-Paketdienst UPS die wichtigsten Konkurrenten der beiden Fusionspartner. Die Amerikaner wollen für TNT 4,4 Mrd. EUR bezahlen.

Sarasin unbelastet

Das Steuerverfahren gegen den Privatbankier Eric Sarasin aus der Schweiz ist gegen Zahlung eines sechsstelligen Euro-Betrags eingestellt worden. Der ehemalige Vize-Chef der Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin war 2014 wegen der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurückgetreten. Die Behörde hatte wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung mit Aktiengeschäften Ermittlungen aufgenommen. Diese wurden nun eingestellt.

Sicherheit gefragt

Die deutsche Wirtschaft setzt sich nach Einschätzung von Experten mit wachsenden Sicherheitsrisiken auseinander. Seit den Anschläge von Paris im vergangenen November häufen sich auch beim Münchner Sicherheitsunternehmen Corporate Trust die Anfragen von Firmen, die sich für den Ernstfall wappnen und ihr Krisenmanagement verbessern wollen.