Notizen vom 7. Januar 2016

SWP 07.01.2016

Tarifeinheit ist harte Nuss Das Gesetz zur Tarifeinheit wirft nach Ansicht der Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts, Ingrid Schmidt, noch viele Fragen auf. Ob es in seiner jetzigen Form Bestand haben werde, müsse aber zunächst das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe klären, sagte Schmidt. Laut dem Gesetz gilt bei Tarifverträgen verschiedener Gewerkschaften in einem Betrieb nur noch der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in dem Unternehmen. Die Feststellung der Mehrheitsverhältnisse im Betrieb

werde die Rechtsprechung vor große Herausforderungen stellen, sagte sie.

Bauern nehmen Hilfe an

Viele finanziell angeschlagene Landwirte setzen auf das Notprogramm von EU und Bundesregierung. "7800 Betrieben konnten wir auf diese Weise etwas Luft verschaffen" sagte Agrarminister Christian Schmidt (CSU) der "Passauer Neuen Presse". Die auf europäischer Ebene beschlossenen Hilfen sollen in Deutschland voraussichtlich etwa 60 Mio. EUR umfassen. Sie richten sich vor allem an Milch- und Fleischerzeuger, die über Preisverfall klagen. Die meisten Anträge stammten aus Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, schreibt das Blatt. Bei zwei Dritteln handele es sich um Milcherzeuger.

Reise-Anbieter insolvent

Der Hamburger Touristik-Unternehmer Vural Öger hat für sein zweites Unternehmen Insolvenz angemeldet. Öger Türk Tur gilt als einer der größten Anbieter von Türkei-Flügen in Deutschland. Erst vor einer Woche musste das Schwesterunternehmen V.Ö. Travel in die Insolvenz. Öger machte den rückläufigen Türkei-Tourismus dafür verantwortlich.

Microsoft in Deutschland

Microsoft bringt seinen ersten Laptop aus eigener Herstellung nach Deutschland. Seit Dienstag kann der PC hierzulande vorbestellt werden, ab dem 18. Februar soll er im Microsoft Store sowie online über ausgewählte Elektronikmärkte verkauft werden. Das kündigte das Unternehmen zur Technik-Messe CES in Las Vegas an. Das "Surface Book" kann auch als Tablet genutzt werden und ist in vier Varianten erhältlich. Je nach Ausstattung kosten die Geräte zwischen 1649 und 2919 EUR.

RTL startet Bezahlsender

RTL Deutschland startet am 18. Januar einen international empfangbaren Bezahlsender. Der Sender RTL International soll als Pay-TV-Kanal und ab März auch über eine App empfangen werden können, teilte das Unternehmen mit. Zunächst gehe der Sender in Kanada, im südlichen Afrika, in Australien, Israel und Georgien an den Start. Weitere Länder sollen folgen.