NOTIZEN vom 31. August 2013

SWP 31.08.2013

Mindestlohn angestrebt

Die Fleischindustrie und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wollen schon bald über einen Mindestlohn für Schlachthöfe verhandeln. Dieser soll dann auch für die oft

ausländischen Werkvertragsbeschäftigten gelten, teilten die NGG und der Verband der Ernährungswirtschaft mit. Auslöser ist die Diskussion über den Missbrauch von Werkverträgen.

Airbus fordert Kredit

Der Streit zwischen der Bundesregierung und dem Flugzeugbauer Airbus um einen Kredit für die Entwicklung des neuen Langstreckenflugzeugs A350 eskaliert. Airbus kündigte an, über die überfällige Auszahlung des Darlehensteils von 623 Mio. EUR nicht mehr verhandeln zu wollen. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums nannte dies nicht nachvollziehbar.

Bechtle übernimmt

Der IT-Dienstleister Bechtle kauft in Österreich zu. Die Deutschen übernehmen das IT-Systemhaus Sitexs-Databusiness, wie Bechtle in Neckarsulm mitteilte. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Das Unternehmen erzielte 2012 einen Umsatz von rund 21 Mio. EUR und beschäftigt 70 Mitarbeiter.

Weniger Güter auf Bahn

Im deutschen Bahnnetz sind im ersten Halbjahr 2013 weniger Güter transportiert worden als ein Jahr zuvor. Die Güterzüge transportierten insgesamt 181 Mio. Tonnen und damit 1,1, Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Japan steigert Ausstoß

Die japanische Industrieproduktion ist erstmals seit zwei Monaten wieder gestiegen. Der Ausstoß erhöhte sich im Juli im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigt 3,2 Prozent. Zugleich sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent.

A-Klasse aus Finnland

Die A-Klasse von Mercedes-Benz läuft nun auch in Finnland vom Band. Bei dem dortigen Unternehmen Valmet hat die vereinbarte Auftragsfertigung begonnen. Wegen der großen Nachfrage musste Daimler (Stuttgart) zusätzliche Produktionskapazitäten für den Kompaktwagen schaffen.

Kali-Streit eskaliert

Der Kali-Streit zwischen den Bruderstaaten Russland und Weißrussland weitet sich aus. In einer scharfen Reaktion forderte der Kreml die autoritäre Führung in Minsk auf, den inhaftierten russischen Topmanager Wladislaw Baumgertner umgehend freizulassen. Zudem erteilte Russland ein Einfuhrverbot für Schweine und -produkte aus dem Nachbarland.