NOTIZEN vom 28. August 2013

SWP 28.08.2013

Längere Besetzungszeiten

In ostdeutschen Unternehmen dauerte es 2012 erstmals länger, eine freie Stelle zu besetzen, als in Unternehmen im Westen. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mitteilte, konnte im Osten ein Arbeitsplatz im Schnitt nach 86 Tagen besetzt werden (2011: 75 Tage). In den westlichen Bundesländern vergingen 76 Tage (2011: 81).

Teurer Facebook-Vergleich Das soziale Netzwerk Facebook muss in einem Vergleich in den USA 20 Mio. Dollar (15 Mio. EUR) zahlen. Ein US-Richter segnete die Vereinbarung zugunsten von Facebook-Nutzern, Staatsanwaltschaften und Datenschutz-Organisationen im Verfahren um eine Massenklage ab. Geklagt hatten die Facebook-Nutzer dagegen, dass das soziale Netzwerk ihre "Gefällt mir"-Angaben für Werbung benutzte.

Brauer unter Verdacht

Das Bundeskartellamt hat erneut Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen in der Bierbranche bestätigt. Zu Details in dem laufenden Verfahren könne die Behörde zwar nichts sagen, aber im Juni 2013 seien an elf Brauereien und einen regionalen Brauereiverband Anhörungsschreiben verschickt worden, sagte der Präsident der Behörde, Andreas Mundt. Den Beschuldigten stehe frei, sich zu äußern.

Spanien schrumpft stärker

Die Wirtschaftskraft des Euro-Krisenlandes Spanien ist im vergangenen Jahr stärker geschrumpft als bislang angenommen. Wie das Nationale Statistik-Institut in Madrid mitteilte, ging das Bruttoinlandsprodukt 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent zurück, 0,2 Prozentpunkte mehr als nach bisherigen Berechnungen.

Höhere Tarifbindung

61 Prozent der Arbeitnehmer mit einem befristeten Arbeitsvertrag wurden 2010 nach Tarif vergütet. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, war die Tarifbindung damit höher als bei den Beschäftigten mit unbefristeten Arbeitsverträgen (54 Prozent). Insgesamt wurden 2010 für gut die Hälfte aller Arbeitnehmer (55 Prozent) in Deutschland die Verdienste und Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge geregelt.

Kampf gegen Steuerflucht

Als letztes Land im Kreis der führenden Industrie- und Schwellenländer - der G20-Gruppe - hat China gestern das multilaterale Abkommen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung unterzeichnet. Dies komme "genau im richtigen Augenblick", wenige Tage vor dem G-20-Gipfel in Russland, bei dem Steuerflucht eine zentrale Rolle spielen soll, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría. Die Vereinbarung, die einen engen Datenaustausch vorsieht, haben inzwischen 56 Staaten unterzeichnet.